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Dreizehntes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Ich komme da nicht vorwärts.“ 
„Wie kannst du das wissen, wo du kaum vier 
Wochen da bist?“ 
„Ich weiß es.“ 
„Wenn du tüchtig bist und was leistest . . .“ 
„Darauf kommt es nicht an. Der Assessor 
sagt, tüchtige Mädchen gäbe es wie Sand am 
Meer. Aber so hübsche wie mich fände. man 
selten.“ 
„Was hat das mit deiner Arbeit zu tun?“ 
„Nichts. Aber mit meiner Karriere.“ 
„Inwiefern ?“ 
„Danach mußt du den Assessor fragen.“ 
„Stellt er dir etwa nach ?“ 
„Er bemüht sich.“ 
„Nimmt er sich etwa Zärtlichkeiten heraus?“ 
„So plump ist er nicht. Er macht es anders. 
Er hat seine Technik, Es fällt jede drauf ’rein. 
Das heißt: ich nicht. Ich bin zu hell. — Und 
vor allem: ich weiß, was ich will.“ 
„Sprich nicht in Rätseln! Sag’ mir, was du 
vorhast,“ 
„Für’s erste geh’ ich ’mal zur Bühne.“ 
„Das tust du nicht!“ 
„Ich bin schon! Bei der Residenzbühne. Ich 
Spiele eine der Hauptrollen in Günthers Ope- 
rette ‚und bekomme dreihundertfünfzig Mark 
Gage.“ 
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