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Erstes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

Jungen unseres Portiers getauscht,“ stimmte 
Paul bei. . 
„Und wenn wir später als erwachsene Men- 
schen dann anders denken,“ erwiderte Käte, „so 
ist damit noch lange nicht gesagt, daß. wir da- 
mals als Kinder in einem Irrtum befangen wa- 
ren, nun aber das Leben richtig werten.“ 
„An sich gewiß nicht! Denn man wird in den 
Portierwohnungen wahrscheinlich mehr’ zufrie- 
denen Menschen begegnen als in den Millio- 
närswohnungen, die darüber liegen.“ 
„Siehst du! Und wenn unsere Jungen einmal 
erwachsene Menschen sind und wir ihnen sagen 
können: Eure Eltern, Großeltern und‘ Urgroß- 
eltern. waren einmal die größten deutschen Über- 
see-Exporteure und besaßen Millionen. Dann 
aber kam : der Weltkrieg: und ‚tuinierte uns. Euer 
Vater:stand vor der Wahl zwischen einem Kon- 
kurs, durch den er unzählige Familien ins Un- 
glück gestürzt, das große mütterliche Vermögen 
sich und euch aber gerettet hätte; ünd. zwischen 
einem Vergleich, durch den er den Konkurs ab- 
wandte und sich seinen Namen makellos erhielt, 
dafür aber. das ganze Vermögen opferte und 
noch einmal’ von vorn anfing, wie sein Urahn 
vor über hundert Jahren — under wähltedas 
letzte, und darum müßt nun auch: ihr. euch 
euer Leben erst erkämpfen .-—. ich glaube; daß 
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