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Viertes Kapitel. Wie Leopold das große Geschäft an sich reißt

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Gott im Himmel! das is ja nich möglich! —“ 
„Leider doch!“ 
Das überlebt er nich!“ 
AIch fürchte auch.“ 
„Du hast ihn zugrunde gerichtet! Deine Pflicht ist es, 
ihn zu retten.“ 
„Wo kann ich es schon,“ erwiderte Leopold. — Dann 
fahr er fort: „Du hast es so gut gewußt, wie ich. Du 
hättest ja reden können damals, wenn du glaubtest, es 
geschieht ihm unrecht.“ 
„Hätt' ich nur! hätt' ich nur!“ jammerte Jacoby und 
schlug sich vor den Kopf. „Aber deine Emilie hat mich be⸗ 
tölpelt mit schöne Reden — ja, ich bin mit schuld an seinem 
Unglück — aber ich bin bestraft — das geschieht mir recht — 
ich hab's nicht besser verdient!“ 
„Mit deinem Gejammer machst du es nicht gut,“ sagte 
Leopold. 
„Sage mir, wie ich es gut machen kann!“ erwiderte 
Jacoby. „Wenn eine Möglichkeit existiert — es gibt kein 
Opfer, das ich nicht brächte!“ 
Leopold sah ihm in die Augen. 
„Ich hätte nicht übel Lust, dich beim Wort zu nehmen!“ 
sagte er. 
Tu's!“ bat Jacoby. 
„Es gibt eine Möglichkeit, ihn zu retten.“ Und nun er⸗ 
zählte ihm Leopold unter strengster Verschwiegenheit von 
dem Terraingeschäft und der Option seines Schwieger⸗ 
vaters, und wie er, Leopold, sich seit Tagen vergeblich be⸗ 
mühe, das Geld zusammenzubringen. 
„Diese Summe! Das is nich möglich!“ sagte Jacoby. 
„Doch!“ widersprach Leopold. — „Wenn es dir Ernst 
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