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Vierundvierzigstes Kapitel. Wie sich Walter um seine Schwester müht

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

schüttert — „schon deinetwegen — aber daran läßt sich 
nichts ändern — das muß ertragen werden —“ 
Walter sah sie groß an. 
„Mein Vater — ja begreifst du denn nicht, dessen 
Namen ich trage ...“ 
„Gewiß! gewiß! Ich begreife durchaus!“ 
„... und den du tragen solltest.“ 
„Solltest?“ fragte Dorothy — „was bedeutet denn das?“ 
„Daß ich nicht dulden werde, daß auch du dich be⸗ 
schmutzt.“ 
„Ja ... wie ... meinst du ... das?“ fraate Dorothy 
und sah ihn ganz ängstlich an. 
„Daß ich dich freigebe — daß es zwischen uns aus sein 
muß — daß ich die Pflicht habe...“ 
Weiter kam er nicht. 
„Walter!“ schrie Dorothy und warf sich ihm an den 
Hals. „Schämst du dich nicht, einen solchen Gedanken 
auch nur auszusprechen?“ 
„Wenn du dich heute auch darüber hinwegsetzt, erwiderte 
Walter — „später ...“ 
Dorothy hielt ihm den Mund zu. 
„Schweig!“ bat sie. „Ich will nicht, daß du mich 
kränkst! — Wenn dein Vater ein schlechter Kerl ist, so wirst 
du ihm den Rücken kehren — und wenn es dir noch so 
schwer fällt: du wirst es verwinden. Aber was das mit 
dir und mir und mit unserer Liebe zu tun hat, das kann 
mir bei allem guten Willen nicht eingehen.“ 
„So denk' an deine Eltern! Du bist ihnen Rücksichten 
schuldig.“ 
„Wer heiratet sich denn? Du und ich? oder unsre 
Eltern? Ich kann durchaus keinen Zusammenhang zwischen 
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