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Vierunddreißigstes Kapitel. Die Verlobung bei den Artischockenböden

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

Komtesse Roedern und unser einziger Sohn Walter, und 
es ist unsere einzige Tochter Maud und der Baron Arthur 
von Prittwitz. Die Geschichte der Häuser Roedern und Pritt⸗ 
witz ist reich an ruhmvollen Begebenheiten, in denen meine 
Frau und ich eine sichere Gewähr für das Glück unserer 
beiden Kinder erblicken. Deine Vorfahren, mein lieber Ar⸗ 
thur,“ wandte er sich an Prittwitz, „haben sich in der Zeit 
der Kreuzzüge im Kampfe für den Christengott durch ihren 
Heldenmut ausgezeichnet und dir in ihren Taten ein Erbe 
hinterlassen, dem nachzueifern dein und meiner Tochter 
heiliges Bestreben sein wird. Fest und stark im Leben und 
im Glauben ist der Wahlspruch derer von Prittwitz! Und 
soll es bleiben! Von Geschlecht zu Geschlecht! — Aber auch 
du,“ wandte er sich zur Komtesse Roedern — „meine 
liebe ...“ — er wußte ihren Namen nicht — eine pein⸗ 
liche Pause entstand — 
„Dorothy,“ rief ihm der Graf Roedern zu. 
„Dorothy,“ wiederholte Leopold — „entstammst einem 
hochangesehenen, alten Geschlechte; und wie die Prittwitzens 
in den Kreuzzügen, so haben deine Vorfahren im Dreißig⸗ 
jährigen Kriege Beweise großen Heldenmutes erbracht. Diese 
Vorbilder mögen dem neuen Leben, das für euch vier nun 
beginnt, allzeit voranleuchten. Indem ich hiermit, auch na⸗ 
mens meiner Frau, die Verlobungen bekannt gebe, erhebe 
ich mein Glas und trinke auf das Wohl der beiden Paare. 
Sie leben hoch!“ 
„Hoch! — Hooch!! — Hoooch!!!“ riefen die Gäste unter 
den Klängen der Musik. 
Graf und Gräfin Roedern nahmen etwas geniert die 
Glückwünsche, die fast wie Beileidskundgebungen klangen, 
entgegen. 
—X
	        
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