Path:
Einunddreißigstes Kapitel. Der alte Beer am Scheidewege

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Einfach damit, daß es eines der wichtigsten Programm⸗ 
punkte der konservativen Partei ist.“ 
„Außerdem ist die Konjunktur augenblicklich derart 
ungünstig ...“ 
„Das sind Ausreden!“ unterbrach ihn Max. 
„Wenn du wüßtest, was ich deinetwegen schon alles 
getan habe, — du großer Gott! — du würdest anders 
reden!“ 
„Ich glaube nicht.“ 
„So? Dann will ich dir sagen, daß ich, nur um dir 
all deine Wünsche erfüllen zu können, oft weitergegangen 
bin, als ich es vor meinem Gewissen verantworten 
konnte.“ 
„Das sind Dinge, lieber Vater, die du mit dir selbst 
abmachen mußt, — bei denen dir ein anderer nicht ra⸗ 
ten kann.“ 
„Da es aber deinetwegen geschieht, so ist es für mich 
immerhin von Interesse, zu wissen, wie du dich dazu stellst.“ 
„Gar nicht, Papa, gar nicht! Ich will nichts wissen 
von den Dingen — denn ich bin der Ansicht, daß es der 
Sohn eines Kommerzienrats nicht nötig hat, über die 
Provenienz seiner Apanage nachzudenken.“ 
„Wenn ich dir aber sage, daß du die Wahl hast zwischen 
einem ehrenhaften Vater und einem soliden Leben, wie es 
tausend andere unserer Kreise führen — und einem Vater, 
der aus krankhafter Schwäche, Eitelkeit und Ehrgeiz für 
seinen Sohn seinen guten Namen, ja vielleicht noch mehr 
als nur den Namen, aufs Spiel setzt, nur um alle Wün⸗ 
sche seines Sohnes erfüllen zu können — wofür würdest 
du dich da entscheiden?“ 
„Ich bitte dich, Papa, laß das!“ 
2 
2—
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.