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Vierundzwanzigstes Kapitel. Leopolds Beziehungen außerm Hause

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

hagener Bär aus Schaufenster, falls schon verkauft, nach⸗ 
bestellen —“ 
„Hm, das is ja ganz gnädig heute“ brabbelte er vor 
sich hin, „grüßen Sie Madame! ich wünsche gute 
Besserung.“ 
Bettiy knickste und verschwand. 
Leopold ging zur Tür, die auf den Flur führte — legte 
die Hand auf die Klinke, — besann sich — ließ wieder 
los — trat an einen Sessel — sah nach der Uhr und 
setzte sich. 
Nach einer Weile öffnete sich die Tur. Madame Sorée 
rauschte in den Salon — hinter ihr Betty, die Kammer⸗ 
zofe. 
* 
„Was?“ rief sie empört. „Du bist noch hier, wo ich dir * 
doch sagen ließ, ich sei krank. Nennst du das Rücksicht? 38 
Bist du noch immer so wenig Gentleman?“ 3 
Leopold arbeitete sich aus seinem Sessel empor. s 
„Teuerste Annie, verzeih! aber ich muß zum mindesten 
eine halbe Stunde irgendwo — wenn nicht hier, dann in 
einem andern Zimmer — —“ 
„Meine Wohnung ist doch keine Wartehalle!“ 
„Ich wünschte ja auch, du gäbst mir Gelegenheit, meine 
Zeit hier mit anderem als mit Warten zu verbringen.“ 
„Darf ich vielleicht erfahren, auf was du hier wartest? — 
Hast du etwa die Absicht, mich zu kontrollieren?“ 
„Teuerste Anni, nein! Aber ich werde kontrolliert!“ 
„Was wirst du?“ 
„Und ich möchte mich nicht gern lächerlich machen.“ 
„Was bedeutet das?“ 
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