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Achtzehntes Kapitel. Wie Baron Prittwitz und Jette über die Ehe denken

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Nun, und ... was hat er geantwortet?“ 
„Vorgestern, meinte er, wären Sie noch das große Los 
für uns gewesen; aber auch heute würden Sie noch immer 
einen Treffer bedeuten.“ 
„Und wenn in zwei Jahren aus Herrn Lesser erst ein 
Herr von Lasser geworden ist, dann wäre ich eine veritable 
Niete. Nicht wahr, das nennt Ihr Herr Papa die Konjunk⸗ 
tur?“ 
„Sie haben es erfaßt,“ sagte Maud. 
„Mit andern Worten: durch das, was ich für Ihren 
Herrn Vater tue, verschlechtere ich meine Chancen statt sie 
zu verbessern.“ 
„Aber,“ sagte Maud, „Sie fallen ja aus der Rolle, 
Baron! Von was für Chancen sprechen Sie denn? Zu ei⸗ 
ner Ehe mit mir würde ich Ihnen bei Ihrem Alter, als 
Einzige, die es ehrlich mit Ihnen meint, kaum raten 
können.“ 
„Sind sie ein Teufel!“ sagte Prittwitz. 
„Seien Sie unbesorgt,“ rief Maud belustigt, „das Ge⸗ 
ständnis, das ich Ihnen entlockt habe, wird nicht über 
meine Lippen kommen.“ 
„Sie würden milder urteilen, wenn Sie wüßten ...“ 
„Ich bin nicht neugierig,“ wehrte Maud ab. „Ich weiß, 
was ich wissen wollte.“ 
„Ich bin mir selbst durchaus noch im unklaren — ich 
habe mit der Möglichkeit gerechnet, gewiß, ich gebe es zu 
aber unted gewissen Voraussetzungen.“ 
„Genau wie die Eltern!“ sagte Maud, „je nach der 
Konjunktur.“ 
„Sie verkennen mich durchaus ...“ 
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