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Vierzehntes Kapitel. Wie Emilie Lesser ihren Schwiegersohn verabschiedet

Full text: Millionäre / Landsberger, Artur (Public Domain)

Justamente unterm Dache! 
Eberhard, is das ne Sache? 
Drum! Trotz Liebe — weißt du — ohne 
Diener, Pferde, Schloß und Krone 
Einzig Tisch und Stuhl und Bette, 
Arme Jette! 
Ist es immerhin doch so'ne 
— Na, gelinde: — Dornenkrone. 
Und drum auf das Ehebette 
Gern verzichtet deine Jette!“ 
„Halt!“ rief Emilie und faßte sich an den Kopf. „Ich 
weiß genug.“ — Dann sank sie in sich zusammen. „Leo⸗ 
pold!“ schluchzte sie, obschon der fünf Zimmer weit ent⸗ 
fernt in seinem Bureau saß. 
„Wir sind geschändet.“ 
Ernst Eberhard Boas wankte zur Tür; abgeschlachtet 
hatte sie ihn. 
„Was hast du?“ fragte Jette, als sie Emilies Ver⸗ 
zweiflung sah. „War es nicht dein Wunsch, daß ich die 
heimliche Verlobung mit ihm löse?“ — Und zu Ernst 
Eberhard Boas gewendet sagte sie: 
„Ich habe Sie nach Möglichkeit schonen wollen, lieber 
Ernst Eberhard! Darum habe ich in Ihrer Sprache zu 
Ihnen gesprochen.“ 
Draußen klingelte es. — 
„Ihr habt euch geduzt,“ schluchzte Emilie — „ohne 
daß ich eine Ahnung davon hatte! Oh, ich überlebe es 
nicht!“ 
„Geduzt ?“ fragte Jette — „wir uns? ja, Mama, wie 
kommst du darauf?“ 
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