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Dritter Teil

Full text: Bankhaus Reichenbach / Landsberger, Artur (Public Domain)

Schritte auf den Apparat zu, scheinbar um Frau Reichen⸗ 
bach in den Arm zu fallen. Sie besann sich im letzten 
Augenblick, blieb stehen und ließ sie telephonieren. Sie 
verlangte Uberfall und nannte Namen, Straße und 
Hausnummer. 
»Hausfriedensbruch!« schrie der Alte. »Bedrohung!« 
»Schweigen Sie!« rief Frau Hedda. 
»Sie sind ja verruͤckt! — Mir kann nichts geschehen! — 
Aber Ihnen!« 
»Papa verliert den Verstand!« jammerte Margarete. 
»Durch dich! — Ein gutes Kind bist du — ein braves 
Kind! — Fuͤr so einen wie den Karl, der dich ver⸗ 
schmaͤht ...« 
»Ich liebe ihn!« 
»Er lacht dich aus.« 
»Du hast schuld.« 
»Ich ?« 
»Du hast mir gepredigt — noch als ich Kind war — das 
ist ein Mann fuͤr dich! Du hast mir in den Ohren ge⸗ 
legen mit ihm .. .« 
»Wollen wir uns jetzt um den herumstreiten?« sagte der 
Alte und wandte sich wieder zu Frau Hedda: »Ich for⸗ 
dere Sie zum letzten Male auf, gehen Sie! — Ich rate 
Ihnen gut! — Es wird Ihnen nichts nuͤtzen. — Wir 
werden uns anders einigen. — Sie komplizieren! Sie 
verwirren! Sie erschweren es sich!« 
»Geben Sie sich keine Muͤhe!« 
»Lassen Sie sich doch sagen: so geht es nicht!« 
»Das wird sich zeigen.« 
»Sie wollen doch keinen Unschuldigen leiden lassen.« 
»Man braucht Sie nur anzusehen — und man weiß, 
woran man ist.« 
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