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Dritter Teil

Full text: Bankhaus Reichenbach / Landsberger, Artur (Public Domain)

Der erkannte sofort den Schmuck Frau Heddas und sagte 
verwirrt: 
»Ich verstehe gar nicht ... das ist doch .. .« Aber im sel⸗ 
ben Augenblick fand er auch schon die Zusammenhaͤnge — 
und so beherrscht er sonst war — in diesem Augenblick ver⸗ 
gaß er sich, erhob die Faust gegen den Roten und rief: 
»Lump! — Deshalb also.« 
Der Rote schien verlegen und sagte: 
»Ich hatte ja die Absicht, zu teilen.« 
»Wo waren Sie?« fuhr der Direkter sie an. »Reichen⸗ 
bach, Sie brechen aus dem Zuchthaus aus, um anderswo 
einzubrechen ꝰ« 
»Es verhaͤlt sich anders — ich versichere Sie ...« 
»Wie verhaͤlt es sich?« 
»Ich kann es unmoͤglich sagen.« 
»Immer dasselbe! Sie stellen die tollsten Dinge an und 
hinterher verschanzen Sie sich dahinter, daß Sie schweigen 
muͤssen. Einmal wirkt das vielleicht. Das zweitemal nicht 
mehr. Ich sehe schon, Sie kommen aus dem Zuchthaus 
nicht mehr heraus.« 
Der Blonde beteuerte, daß er bei seiner Mutter gewesen 
sei, was der Direktor nachzupruͤfen versprach, waͤhrend der 
Rote erklaͤrte: 
»Ick bin wo in ein offnes Fenster jestijen — wo, det saj 
ick nich. Aber der« — er wies auf Reichenbach — »hat 
nischt damit zu tun.« 
»Aber die Annonce stammt von ihm — wie? Und auf die 
hin hat dann die ganze Exkurstion stattgefunden.« 
»Wenn det so einfach waͤre,« erwiderte der Rote. »Et 
sollte naͤmlich janz anders kommen. Aber et kam nu so.« 
»Wie sollte es denn kommen?« 
»Ick weeß noch ville mehr.« 
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