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Dritter Teil

Full text: Bankhaus Reichenbach / Landsberger, Artur (Public Domain)

»In einem Lokal wie der Schmetterling sitzt man bald 
hier bald da — man steht auch viel herum.« 
»Sie haben in dieser Nacht also auch mit anderen zu⸗ 
sammengesessen?« 
»Ich erinnere mich nicht.« 
»Wußten die Angeklagten, wer Sie sind?« 
»Das weiß ich nicht.« 
»Solche Leute interessieren sich doch, zu erfahren, wer 
man ist, wenn man ihre Gesellschaft sucht — schon aus 
Furcht, es mit einem Spitzel zu tun zu haben.« 
»Da sie mich nicht gefragt haben, ist es moͤglich, daß sie 
es wußten.« 
»Man hat Sie vermutlich betrunken gemacht und dann 
ausgefragt.« 
»Mir ist das jedenfalls nicht zum Bewußtsein gekom⸗ 
men.« 
»Weil Sie bewußtlos betrunken waren. Es ist auffallend, 
zum mindesten aber unerhoͤrt fahrlaͤssig, daß Sie die Bank⸗ 
schluͤssel bei sich fuͤhrten, wenn Sie sich in solche Gesell— 
schaft begaben.« 
»Ich gehe nie ohne die Schluͤssel fort.« 
»Sie sehen ja, was Sie damit angerichtet haben. Sie 
haben nicht einmal gemerkt, daß man Ihnen die Schluͤs⸗ 
sel aus der Tasche gezogen und nach Ablauf einer Stunde 
etwa wieder zugesteckt hat.« 
»Davon habe ich allerdings nichts gemerkt.« 
»Sie entsinnen sich aber, bewußtlos auf der Straße ge— 
legen und sich in noch halb benommenem Zustand zu 
kinem Arzt geschleppt zu haben.« 
»Jal« 
»Wie lange Sie in diesem Zustand gelegen haben, wissen 
Sie nicht!« 
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