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Dritter Teil

Full text: Bankhaus Reichenbach / Landsberger, Artur (Public Domain)

Reichenbach zusammen versuchte, zu ihm zu gelangen, 
wurde bedeutet, daß man aus naheliegenden Gruͤnden ge⸗ 
rade ihm den Zutritt verwehren muͤsse. Welcher Art diese 
Gruͤnde waren, konnte er nicht erfahren. Hanni Reichen⸗ 
bach stellte man anheim, am Vormittag des naͤchsten Ta⸗ 
ges wiederzukommen. Decken, Waͤsche, Toilettengegen⸗ 
staͤnde, Lebensmittel und Zigaretten, die sie ihm brachte, 
versprach man, an den Angeschuldigten weiterzuleiten. 
Ein alter Aufsichtsbeamter, der jeden Gegenstand pruͤfte, 
bestaunte die englische Ledertasche, die Elfenbeingarni⸗ 
tur, die seidene Waͤsche, die feinen Delikatessen, fuͤhrte 
die Zigaretten unter die Nase und meinte: 
»Da scheinen wir ja einen feinen Gast bekommen zu 
haben. « 
»Behandeln Sie ihn nur recht gut,« bat Hanni — »er 
ist naͤmlich unschuldig.« 
»Natuͤrlich! Das sind se hier alle! Die sind alle hier nur 
zum Vergnuͤgen. Um auszuruhen. Ruhiger und billiger 
koͤnnen siess in keinem Sanatorium haben. Was hat er'n 
eigentlich ausgefressen ?« 
»Nichts!« erwiderte Hanni. »Sie glauben doch nicht et⸗ 
wa auch ...?ꝰ« 
»Ich glaube janischt. Wenn von dem, was hier jelogen 
wird, sich hinterher nur einmal was als wahr heraus⸗ 
stellt — dann find ich mich nicht mehr zurecht und lasse 
mich pensionieren.« 
»Lassen Sie mich wenigstens mit ihm telephonieren,« bat 
Hanni. 
»War.. wa .. was — wollen Sie? — Ach so! Sie mei⸗ 
nen, von unseren Gaͤsten hat jeder sein Apparat am 
Bett? Einmal druͤcken der Hausknecht, zweimal der 
Oberkellner und dreimal druͤcken das Stubenmaͤdchen. 
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