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Dritter Teil

Full text: Bankhaus Reichenbach / Landsberger, Artur (Public Domain)

ihnen die Protektion fehlt. Da der alte Morener aber al⸗ 
les, was Reichenbach ist, anbetet, so hat er mich groß 
werden lassen — statt ein paar anderer im Haus, die es 
genau so verdienen.« 
»Das mag sein, Heinz, obgleich ich es nicht glaube. Denn 
ich kenne deine Bescheidenheit. — Deshalb aber komme 
ich nicht!« 
»Nicht?« fragte er erstaunt, und Frau Reichenbach er⸗ 
widerte: 
»Aber da du wieder die Rede darauf bringst — gut — 
ich laß mit mir daruͤber sprechen — obschon es mir gegen 
das Gefuͤhl geht — unter einer Bedingung.« 
»Daß du mir das Geld zuruͤckgibst, wenn du in die Lage 
kommst — einverstanden!« 
»Das waͤre eine Heuchelei! Du weißt so gut wie ich, daß 
ich nie in diese Lage kommen werde.« 
»Ich dachte daran, daß Hanni vielleicht mal einen reichen 
Mann heiratet. Aber du hast recht! Denn von dem wuͤr⸗ 
dest du es vermutlich noch weniger nehmen als von 
mir.« 
»Gerade Hannis wegen komme ich zu dir.« 
»Interessiert sich jemand fuͤr sie?« 
»Viele interessieren sich — es will sie sogar einer hei⸗ 
raten.« 
»Wer ist das?« 
»Ein Anwalt mit guter Praxis — der weiß, daß sie nichts 
besitzt außer ihrem huͤbschen Gesicht und dem guten Na⸗ 
men.« 
»Und der trotzdem?« — Heinz war ganz aufgeregt. 
»Tante!« rief er. »Wenn es so etwas heute noch gibt, 
fange ich wieder an, an die Menschen zu glauben! — Wie 
heißt der Anwalt? Ich muß sofort zu ihm. Der muß von 
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