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Erster Teil Viertes Kapitel

Full text: Villa im Tiergarten / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Rolf wohl auch.“ 
„Ist mir nicht eingefallen.“ 
„Ich muß wohl sagen, das ist eine Gemeinheit!“ er- 
klärte Lola. „Mich wimmelt er seit acht Tagen damit 
ab, daß er mich Ihretwegen nicht empfangen kann.“ 
„Rolf mich auch.“ * 
„Eine Rücksicht, die ich nie verlangt habe.“ 
„Dann liebt er Sie!“ 
„Rolf am Ende auch.“ 
„Dafür bin ich nicht verantwortlich.“ 
„Sie geben es zu?“ 
„Ich weiß es nicht und habe auch kein Interesse dar- 
an, es festzustellen.“ 
„Es wäre Ihnen gleichgültig?“ fragte Häslein er- 
staunt, während Hilde von Strichlitz resigniert sagte: 
„Ja, wenn man so hübsch ist!‘ — und Lola beinahe 
erbost auf Frau Inge losfuhr und rief: 
„Sie lieben einen andern!“ 
„Meine Damen,“ wehrte Frau Inge in aller Ruhe 
ab, „ich muß doch bitten, mich nicht zur Diskussion zu 
stellen! Sie haben mein Wort und nun erbitte ich 
Ihres: dies Haus rein zu halten.“ . 
Sie versprachen es der Reihe nach — als letzte wie- 
der Frida, die auch zurückblieb, als die anderen sich 
verabschiedeten, 
„Na, Frida,“ sagte Frau Inge, „wird er Sie denn 
auch heiraten?“ 
„Heiraten?“ rief sie erstaunt und wurde rot bis über 
beide Ohren, 
„Das gehört sich doch wohl — da Sie ein ordent- 
liches und fleißiges Mädchen sind.“ 
Frida flog jetzt am ganzen Körper und rief: 
„Ja! Ist das denn möglich?“ 
„Meinem Gefühl nach, ja. Ich nehme doch an, daß 
er Sie liebt.“ 
„Er schwört es.“ 
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