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Erster Teil Drittes Kapitel

Full text: Villa im Tiergarten / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Ja... aber... .“, warf ich ein — „es gibt doch 
Dinge ...“ 
„Und was für Dinge!“ versicherte Töns. „Ganz un- 
möglich!“ 
„Nein, meine Herren!“ erwiderte Frau Inge. „Es 
gibt nichts, was nicht durch taktvolle Behandlung einer 
Frau möglich wäre.“ 
„Na, Baronin, da werden Sie hier bald umlernen,“ 
erklärte Timm. 
„Also!“ wandte sie sich energisch an Burg. „Was 
gibt’s?““ 
„Eine junge Dame . . .“ 
5 +. wünscht wen zu sprechen?“ fragte Frau Inge, 
da Burg vor Scheu nicht weitersprach. 
„Mich wahrscheinlich,“ sagte Etville. 
„Es kann auch für mich sein,“ meinte ich kleinlaut. 
Rolf sah nach der Uhr und rief: 
„Teufel ja! das ist am Ende schon Häslein.“ 
„Halb zwölf,“ sagte Timm, der über meine Schulter 
Rolfs Uhr sah, „Daisy wollte doch erst um eins kom- 
men.“ 
Burg war empört, während man Frau Inge nicht an- 
sah, wie sie es aufnahm. Um es festzustellen, sagte ich: 
„Wir werden dann doch wohl gezwungen sein, Ihnen 
unsere Damen vorzustellen.“ 
„O nein!“ widersprach Frau Inge. „Ich wünsche 
nicht, die Zusammenhänge kennenzulernen,“ — und 
zu Burg gewandt, fuhr sie fort: „Ist es eine Dame?“ 
„Dem Namen und dem Aeußern nach schon,“ er- 
widerte er. ; 
Frau Inge stand auf. — Im selben Augenblick er- 
hoben sich Etville, Rolf, Töns und ich. 
„Ist hier nebenan ein Zimmer, in dem man empfan- 
gen kann?“ fragte sie. Und da Burg bejahte, fuhr sie 
fort: „Führen Sie die Dame hinein!“ 
Sie stellte: noch ein paar Fragen, die sich auf die 
Wohnung bezogen, und stellte fest, daß wir alle bereit 
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