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Zweiter Teil Siebzehntes Kapitel

Full text: Villa im Tiergarten / Landsberger, Artur (Public Domain)

davon erfahren, ist über Willy längst Gras gewach- 
sen.‘ 
„Stimmt,“ sagte Willy, „an was ’ne Zeitlang nich 
jerührt wird, das jerät in Vergessenheit. Der Fall von 
der Gertraudtenstraße in des Blusengeschäft — du 
weißt doch, Grete —*“ 
„Was weißt denn du von dem, was Willy Blech ge- 
tan hat,“ fiel ihm Grete ins Wort, und Töns sagte: 
„Der Mann interessiert uns von diesem Augenblick 
an überhaupt nicht mehr.“ 
Willy schien das alles viel zu kompliziert: 
„Ich weeß nich,“ sagte er, „ich wäre ja schon froh, 
wenn ich nur über Weihnachten . . .“ 
„Du bist verrückt, Willy!“ schalt Grete. „Wo dir 
das hier so geboten wird.“ . 
„Und denn — irgendwer muß ich doch sein — oder 
hat man da keine Namen?“ 
„Selbstredend! Wie hießen Sie doch damals?“ 
„Ich bin für Williams,“ sagte Frau Inge, „Eine leise 
Erinnerung an seinen früheren Menschen darf schon 
mitklingen.“ 
„Das klingt sehr englisch,“ erwiderte Töns. „Jeden- 
falls muß er sofort mit dem englischen Unterricht be- 
yinnen.“ 
„Den erteile ich ihm,“ erklärte Frau Inge. „Haupt- 
sache, daß wir ihn erst einmal unterbringen, seine Kof- 
fer, die nicht neu sein dürfen, herbeischaffen und seine 
Ankunft glaubhaft gestalten.‘ 
„Nichts einfacher als das,“ sagte Töns, „Die einzige 
Schwierigkeit sehe ich in Ihnen,“ und dabei wandte 
er sich an Grete. „Sie bringt man doch nun einmal mit 
diesem Blech in Verbindung, und wo man Sie vermu- 
tet, da vermutet man ihn.“ 
„Das läßt sich aber nicht ändern,“ erwiderte Grete. 
„Sie dürfen sich hier nicht sehen lassen.“ 
„Das könnte Frida so passen!“ 
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