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Erster Teil Achtes Kapitel

Full text: Villa im Tiergarten / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Bravo!“ riefen wir, aber Etville nannte schon wie- 
der eine neue Nummer, Das Amt sagte: 
„Da meldet sich niemand.“ 
„Bitte, stark klingeln! Die Dame hat den Apparat 
am Bett.“ — Und gleich darauf rief eine erschrockene 
Stimme: 
„Ja doch! ja!“ 
„Lola?“ 
„Du, Liebling? — Frechheit, mitten in der Nacht!“ 
„Hör’ mal, ich langweile mich so furchtbar.“ 
„Ich mich nicht.“ 
„Du hast doch nicht etwa . . ‚? 
Lola lachte laut: „Bist du eifersüchtig? Ich muß 
sagen, das finde ich goldig. Ich finde mich in bester 
Gesellschaft.‘ 
„Was heißt das?“ 
„Daß ich allein bin.“ 
„Dein Glück! — Also mach! zieh dich an und 
komm.“ 
„Wohin?“ 
„Frage! — zu mir natürlich! — In fünf Minuten 
steht ein Auto vor der Tür.“ 
„Ich muß sagen, ich finde das fesch, Erni!“ 
„Wa..a..a.. a? — Erni??“ 
„Allmächtiger, bist du’s etwa?“ 
„Wer soll ich sein?“ 
„Baronchen! — natürlich! jetzt erkenne ich’s deut- 
lich. — Also ich komme!“ 
„Halt! — Erst sage mir, wer ist Erni?“ 
„Was für’n Erni?“ 
„Mit dem du mich verwechselt hast.“ 
„Ich wollte dich doch nur eifersüchtig machen.“ 
„Schwöre!“ 
„Ja!“ 
„Du sollst schwören!“ 
„Aber siehst du denn nicht? Ich liege im Bett und 
hebe beide Beine hoch. Ueber dem linken habe ich 
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