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IV

Full text: Heimliches Berlin / Hessel, Franz (Public Domain)

AV 
Jetzt endlich wandte ihm Clemens sein Sesicht zu 
und lachte. 
„Alles läuft auf Rechnungen hinaus, Seelenkämpfe 
geradeso wie Weltkriege. Na, nun führe mich bitte 
zu meiner Shefrau. Wir müssen uns doch alle drei — 
wie sagt man? — auseinandersetzen. Ich müßte sie wohl 
vor die Alternative stellen: er oder ich. Das würde 
ihr am Snde sogar gefallen. Könnten wir nicht zu— 
nächst ein paar appetitliche Dinge einkaufen? Sie wird 
sicher Hunger haben da auf deiner 8Studentenbude.“ 
„Sie ist schon fort, will erft worgen wiederkommen.“ 
„Schade, wir haͤtten eine hübsche Mahlzeit auf 8tuhl, 
Bett und Diwan improvisiert. Karola ist gut anzu⸗ 
sehen, wenn sie auf beschränktem Raum mit unzu⸗ 
reichendem Seschirr und Besteck tafeln muß.“ 
„Oh, Clemens, nun bist du mit einmal hinterlistig 
und machst all meinen und deinen Srust lächerlich.“ 
„Du schmeichelst mir. Das Absichtliche war nie meine 
starke Seite, Ich liebe euch wohl alle nur anders als 
ihr einander.“ 
„And wie soll man dich lieben?“ 
„Das muß schwer sein, ich gebe es zu.“
	        
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