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VIII

Full text: Heimliches Berlin / Hessel, Franz (Public Domain)

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rung hinterbracht worden war: ‚Sr würde gern eine 
Million geben, um mir einmal auf meiner alten Kohlen⸗ 
kiste allein gegenüber zu sitzen. Sr drehte ihr, wie zur 
Sntschuldigung, das Stikett der Flasche zu. Darauf 
stand ein deutscher Märchenname. 
„Am so schlimmer!, sagte Margot und setzte sich 
zwischen den Balten und den Conferencier. Dieser 
machte sie auf ein paar bekannte Sesichter an den 
nächften Tischen aufmerksam. Die Ueine Blasse dort 
im hochgeschlossenen Lamtkleid war die berühmte Tra— 
gödin von vor zehn Jahren. Serade hob sie mit einer 
milden Seste der Sntsagung die Hand, da ihre beiden 
Sefährtinnen, ein schmales Persönchen und eine große 
Brünette im Herrenmantel, sich erhoben, um mitein⸗ 
ander zu tanzen. 
„Ich hätte sie kaum wieder erkannt,“ sagte der Balte, 
„dabei schwärmte ich in jungen Jahren für sie; sie galt 
aber für unnahbar.“ 
„Kein Wunder!“!, meckerte der Conferencier. „Aber 
nun schaut's mal nach rechts, da haben wir unsern 
Brettlstar, unsern Samin mit seiner Trauten.“ Der 
Samin im Veisesweater streichelte der Nachbarin, deren
	        
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