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14. Kapitel

Full text: Die alte Firma / Edel, Edmund (Public Domain)

vogteiplatz und so weiter. Das eigene Auto, was er 
sich gerade anschaffen wollte, dürfte wohl zum Abonne⸗ 
ment auf der Straßenbahn zusammenschrumpfen.“ 
Witting murmelte: 
„Hm! m! Wenn Grumbke heute wieder nicht 
kommt, wollen wir'n Renner Sechsundsfechzig spielen, 
Meyerfeld — —“ 
Die geschäftlichen Bedrängnisse der Firma Seltenow 
s Millag wurden immer schärfer. Die Situation 
spitzte sich zu. Es war fast unmöglich, die zum Betrieb 
nötigen Lohngelder aufzubringen. Die alte Firma 
wackelte. 
Sebastian Oworak hatte eine Unterredung mit dem 
Kommerzienrat. Fritz Seltenow verfolgte flackernden 
Auges seinen unruhig im schwarzgetäfelten Arbeits- 
zimmer hin und her schreitenden Schwiegersohn. 
„Mein Guthaben auf der Schweizer Credit-Bank 
steht dir zur Verfügung“, sagte der Kommerzienrat. 
„Die Firma darf sich auf keinen Fall insolvent er⸗ 
klären ...“ 
Sebastian Dworak blieb stehen. 
Dann stieß er hervor: 
„Dein Privatguthaben in Zürich? ... Aber das ist 
ja längst abgehoben ... Ich habe gestern in Zürich und 
Amsterdam telegraphisch die Höhe deiner und meiner 
Guthaben angefragt. Auf deinen Namen ist so gut wie 
nichts mehr. Ein ausführliches Telegramm, das ich 
vor einer halben Stunde erhalten, meldet, daß deine 
Tochter vor drei Tagen 150000 Franken persönlich 
abgehoben hätte ...“ 
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