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14. Kapitel

Full text: Die alte Firma / Edel, Edmund (Public Domain)

Der Weltmarkt erschütterte in seinen Grundfesten. 
Alles purzelte durcheinander. 
Vermögen, Unternehmungen, Entwürfe, Hoffnun- 
gen brachen zusammen wie Kartenhäuser. 
Der schwarze Tag ... 
Die Sonnenfinsternis der Börse 
Panik! 
Sebastian Oworak setzte sich an den Schreibtisch. 
Seine Bewegungen waren schlaff, müde. Seit dem 
Morgen, darer Ly ertappte, hatte seine Spannkraft 
nachgelassen. Er verbrachte die Nächte in allen mög- 
lichen Klubs und Vachtlokalen, versuchte neue Liebes 
bande zu knüpfen. Ly hatte ihm das Mysterium er⸗ 
schlossen. Die Sünde der Sinnenlust war sein und er 
konnte ihrer nicht mehr entraten. 
Mit lässigen Fingern durchblätterte er die in Körben 
gehäufte Post: Abbestellungen — — Retouren — — 
Zahlungsstockungen — — kein einziger Auftrag. Die 
Kundschaft jammert. Die Kundschaft klagt, das Ge— 
schäft ruht, das Publikum ist kopfscheu geworden, 
wartet ab. 
Argerlich warf Sebastian die halbgerauchte Figa- 
rette in die Aschenschale. Gähnte. Er, der bis vor 
kurzem der erste im Kontor gewesen, schlief jetzt bis in 
den halben Vormittag hinein. Wenn er am Hausvogtei- 
platz anlangte, fühlte er sich matt, hatte Mühe, seine 
Gedanken zu sammeln, mußte sich zur Arbeit quälen. 
Er dachte, daß er einen Arzt befragen wollte. 
Vielleicht waren seine Nerven überspannt. 
Durch seine Vorstellung schoß das Bild Lys. 
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