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11. Kapitel

Full text: Die alte Firma / Edel, Edmund (Public Domain)

Irgendeine mysterisse Persönlichkeit saß am anderen 
Ende der Telephonstrippe und informierte. Herr 
Direktor Sonntag (man achte auf den Titel „ODirektor“, 
dessen Weglassung den kleinen Herrn Sonntag jedes- 
mal schmerzlich berührte) ... Herr Direktor Sonntag 
stand ganz unter dem Einfluß dieser mysteriösen Per— 
sönlichkeit in der Zentrale, was man schon an der 
devoten Art bemerken konnte, mit der er ihr am Fern- 
sprecher begegnete. 
Während er in der einen Hand den Hörer am Ohr 
hielt, gestikulierte er mit der anderen in großem Bogen 
vor dem gespannt aufhorchenden Forum seiner intimen 
Kundschaft: dem Herrn Ooktor, dem Herrn Kunstmaler, 
dem Herrn Prominenten vom A-Cheater, dem Herrn 
Loewenbruch, der für irgendein apokryphes aus- 
ländisches Syndikat Häuser ramschte, dem Herrn Film- 
regisseur und dem Herrn Grumbke. Vertreter in Baum⸗ 
wollwaren. 
„Die Zentrale empfiehlt ...“, meldete Herr Direktor 
Sonntag. 
Die Zuhörer rissen die Bleistifte aus den Hülsen, 
spitzten die Ohren. 
Eine lange Speisenkarte folgte. Lauter Lecker— 
bissen vom Einheitsmarkt. Dann einige unnotierte 
Woerte. 
„Fabelhafte Sachen ... in einer Woche klettern sie 
200 — — 300 — — was sage ich Ihnen? — — 
1000 Prozent! So wahr ich Direktor Sonntag bin!“ 
schwor der kleine, nervös an der Strippe zappelnde 
Mann. 
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