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III.: Februar 1916

Full text: Pariser Romanze / Hessel, Franz (Public Domain)

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denken Sie sich denn? Wie soll sich denn dies Kind 
im Slternhause wieder zurechtfinden?“ 
„Aber Hertha, ich habe ihr weder zum nächtlichen 
Leben noch zum Atelier geraten. Ich war selbst über— 
rascht.“ 
„And sie hat mir doch gesagt, daß dies alles nur 
seit Ihrer Bekanntschaft möglich wurde. Ich kenne 
Sie, glaube ich, ein wenig, mein Freund. Sie sind 
keiner von denen, die man gleich auf drei Schritte 
als Derführer erkennt. Mit Ihrer Lanftmut, Ihrem 
Seschehenlassen sind Sie viel gefährlicher Man kann 
Ihnen nichts Bestimmtes vorwerfen, aber bedenken 
Sie, daß Sie eine Derantwortund haben.“ 
Ich blickte zu Boden, und als ich aufsah, lächelte 
sie: „Ach, lieber Arnold, was für eine lächerliche 
8Zzene! Nun mache ich meinem eigenen Verführer 
Vorwürfe, daß er Andere ...“ 
„Nie war ich ein BDerführer. Die Frauen verfüh— 
ren uns; sie locken uns in diese Wirklichkeit hinein. 
Wir sind die Ahnungslosen.“ 
„Hin, aber es geziemt Surer Ritterlichkeit, die 
8Schuld zu übernehmen. LSonst sind wir üble Sünde—
	        
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