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Full text: Sankt Sebastian vom Wedding / Herwig, Franz (Public Domain)

menschenscheu geworden war, führte 
Johannes wie ein Kavalier am Arm ins 
Freie. Kinder lernten auf wüsten Bau- 
plätzen singen und tanzen, Jeden Tag 
wuchs eine neue Ernte von guten Taten. 
Von der Gefolgschaft wurden einige 
arbeitslos. Sie kamen zu Sebastian und 
sprachen: „Was soll aus uns werden?“ 
Er lachte und meinte, sie sollten sich nicht 
unnütze Sorge machen: drei Familien 
könnten sehr wohl eine vierte mit ernäh- 
ren. — Die Familien taten es willig, die 
Not floh beschämt, indem sie das Ge- 
sicht verhüllte. 
Sebastians Arbeitgeber, ein bitterer 
Junggeselle, suchte seinen Umgang. Ein- 
mal gab er ihm, ohne ein Wort zu spre- 
chen, eine Geldsumme. Die Tochter des 
Hausbesitzers kam, wie sie meinte, aus 
Neugier, um einen seltsamen Heiligen zu 
sehen. Sie ging mit roten Wangen und 
unruhigen Augen davon, um zuweilen 
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