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Full text: Sankt Sebastian vom Wedding / Herwig, Franz (Public Domain)

ließ, Arbeit und noch einigen ihrer 
Schwestern. 
Eine von ihnen verschwand nach eini- 
ger Zeit und kam nicht wieder. Sebastian 
erfuhr, daß ein verzehrender Hunger nach 
dem Mann sie vertrieben hatte, daß sie 
indessen bereits sich zurückwünsche, aber 
sich zu kommen nicht traue. Da ging er 
aus und suchte sie in der Nacht. Sie ver- 
barg ihre Augen vor ihm und sagte: „Ich 
bin schlecht.“ 
„Komm nur!“ erwiderte Sebastian. 
„Bin ich nicht eine große Sünderin?“ 
fragte sie, 
„Bin ich etwa dein Richter?“ fragte 
er dagegen und bat abermals: 
„Komm nur!“ Da ging sie mit ihm. 
Einige Menschen berichteten, daß 
andere, die seiner Gefolgschaft angehör- 
ten, Heuchler seien, da sie nicht an Gott 
glaubten, den er verkünde. 
„O,“ sagte Sebastian, „dann muß 
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