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Full text: Sankt Sebastian vom Wedding / Herwig, Franz (Public Domain)

für das bedrohte Kind verdankte. Er 
fragte, was sie wolle, Das Mädchen 
weinte stark und antwortete: 
„Gehe, ich bitte dich, andere Wege 
und suche eine andere Wohnung; es sind 
zwei, die dir auflauern, um sich an dir zu 
rächen!“ 
„Ach, liebe Schwester,‘ sagte Se- 
bastian, „wenn Gott wollte, daß man 
mich tötet, so könnte ich bis ans Ende 
der Welt ziehen, und es wäre umsonst! 
Wenn er es aber nicht will, so werde ich 
unangefochten durch eine Heerschar von 
Mördern gehen.“ 
Das Mädchen sah ihn verzehrend an 
und murmelte: „Du! Daß es einen Men- 
schen gibt wie dich! Ich stehe allein in 
der Finsternis; ich weiß nicht mehr, wo 
ich bin.“ 
„Mir scheint,‘ sagte Sebastian, „du 
stehst dicht am Himmelreich.“ 
Es schüttelte den Kopf. „Ich kann 
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