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[Viertes Kapitel]

Full text: Mich hungert / Fink, Georg (Public Domain)

„Nein, Herr Kommissar.“ 
„Sie machen sich straffällig, wenn Sie ihn ver- 
bergen.‘ 
„Jlier sind meine Wohnungsschlüssel,‘“ sagte ich 
ınd zitterte. 
Mark hatte die Schlüssel behalten. Wenn er 
Und da hörte ich: 
„Nein, er ist noch nicht bei Ihnen. Man hat Ihre 
Wohnung geöffnet.“ 
Geöffnet — die Polizei — Jetzt stand das Volk — 
wie in der Grünthalerstraße — um mein Haus herum 
und beredete die Schande. 
„Ich will es Ihnen sagen,“ sprach die sanfte, ge- 
lassene, eindringliche Stimme. „Wir wissen schon 
längst von Ihrem Bruder, aber es schien noch nie 
gegeben, die Hand auf ihn zu legen. Man muß war- 
ten, vielleicht bekommt’s einer doch über, gibt's auf, 
schreckt vor der großen Sache zurück. Wir wollen 
nie den Fall eines Menschen beschleunigen. Denn, 
leider, ohne Ausweg, es ist doch so, daß die erste 
Strafe die Anlage besiegelt. Wer erst mal im Kittchen 
saß, kehrt immer wieder zurück. Also schiebt man’s 
nach Möglichkeit auf. Aber nun, wo er so ein tolles 
Ding gedreht hat... Erst sorgfältig ausbaldowert, 
dann vom Keller aus eingestiegen, mit allem Vorbe- 
dacht... Konnten Sie Ihren Bruder nie vor dieser 
Gesellschaft, diesem Umgang schützen?“ 
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