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[Drittes Kapitel]

Full text: Mich hungert / Fink, Georg (Public Domain)

Buckel, ziehe eine Jacke darüber, die ich in den ver- 
lassenen Goldgräberhütten fand, und kehre als vor- 
läufiger Buckliger zurück... 
Ich schlage ein paar Splitter vom Gold, um nicht 
Not zu leiden bis nach Haus, und trete den seligen 
Heimweg an. Heim als Millionär!... 
Wie schwer ist Gold, wie schwer trägt sich das 
Glück! wie hart ist die Welt! Meine Schultern wer- 
den wund, aber ich trenne mich Tag und Nacht nicht 
von meinem Gold. 
Endlich komme ich in ein Wirtshaus, ich trinke, 
ich esse, ich bezahle mit Goldsplittern, und da werden 
die Männer an den Tischen aufmerksam auf den 
Krüppel. Man lädt mich zu einer Runde, einer schlägt 
mir kameradschafilich auf den riesigen Buckel — 
siehe da: er merkt den Braten... Er wechselt Zeichen 
mit den andern. Man gibt mir stärkeren Schnaps 
zu trinken, ich werde ahnungslos lustig, ausgelassen, 
ich erzähle ihnen von meinem Mädchen, ich tanze, 
ich bin betrunken, ich falle unter den Tisch. 
Und da, während ich im tiefen Rausch liege, sehen 
sie nach, finden das Gold, binden es mir ab, binden 
mir einen Feldstein auf, setzen mich in den Straßen- 
graben, und da erwache ich mergens, ich begreif® 
nichts, ich k-be den genzen "end die Zecherei 
vergessen, ich fühle nur nach meinem Gold — Ah, 
es ist da. Und ich raffe mich auf. O, ich bin wie zer- 
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