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[Zweites Kapitel]

Full text: Mich hungert / Fink, Georg (Public Domain)

Herr Falk war aus dem Wintergarten getreten, er 
hatte sich neben mich gestellt. 
„Ja, Teddy, ich glaube, du mußt nun nach Haus. 
Schön, was?“ 
Ich wußte nicht, was er meinte. Ich war halb be- 
täubt. Meinte er Fräuleins schmerzende Hand an mei- 
nem Hals? Ich rührte mich nicht. Die erste süße, 
wehe Lust durchrann mich. Und sie bückte sich. 
Fräulein Diana bückte sich und streifte mit ihren 
Lippen mein Haar... 
Ich riet es nur, so leicht war es. Aber Feuer wurde 
über mich ausgeschüttet, ich stand in einer lodernden 
Flamme. 
Sie trat zurück. Ich schwankte, während ich noch 
aß, wie auf rasenden Wolken durch den Raum ge- 
tragen. Ich wunderte mich, daß ich, aufstehend, auf 
festen Füßen stand. 
Herr Falk legte seine Hand auf mein Haar, es 
kühlte das Feuer, ihn sah ich an. Aber er blickte über 
mich hinweg Diana nach. Sein Gesicht verzerrte sich 
leicht. Der Offizier hatte nach Dianas Hand gegriffen. 
Sie entzog sie ihm, aber sie legte sie auf seinen Arm. 
„Erst sollst du etwas essen, Teddy,‘ sagte da Frau 
Ninas sanfte Stimme. „Stefan, setzt euch ins Speise- 
zimmer. Es ist für euch gedeckt. Gute Nacht, 
Teddy.“ 
Ich aß, glaube ich. Sie spielten schon wieder, jen- 
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