Path:
16. Kapitel

Full text: Mammon / Edel, Edmund (Public Domain)

nehmungen verwehrt. Sie ahnte, daß ein ganz großes Ge⸗ 
schäft in der Arbeit wäre, aber es war ihr nicht möglich ge⸗ 
wesen, etwas Näheres darüber zu erfahren. Nur Vetter Fritz 
hatte ihr eine Andeutung gemacht, daß Berkholdt wieder mit 
ihm eine Millionensache plane. 
Aber sie tappte ganz im Dunklen. Irgend etwas stimmte 
nicht. Sie hatte das unbewußte Gefühl, daß Berkholdt sich ihr 
entfremde. Daß etwas zwischen sie beide getreten sei, das sie 
nicht kannte. Sie beobachtete Berkholdt, sie suchte zu ergrün⸗ 
den, was ihn von ihr trennte. Sie zerwühlte sich, um auf den 
Grund zu kommen. Sie verdoppelte ihre Liebe zu ihm, suchte 
alles Unangenehme ihm aus dem Weg zu räumen. Es war, 
als wenn Berkholdt nichts von der Güte und Liebe wissen 
wollte, mit der sie ihn umgab... 
Da kam Minkowski heute und sagte in seiner schleimig 
honigsüßen Art: 
„Berkholdt ist mit Mrs. Stanley, der schönen Amerika⸗ 
nerin, nach Köln gereist — sie wohnen im Savoy ...“ 
Als sich Hilde von ihrer Uberraschung erholt — einen Herz⸗ 
schlag lang hatte sie sich Minkowski gegenüber verraten — fuhr 
der wie ein Panther auf der Lauer liegende Pole lächelnd fort: 
„.. er betrügt Sie!“ 
Hilde wollte aufschreien. Das Herz war stillgestanden. 
Dann klopften die Pulse im Wahnsinnstakt. Aber sie be⸗ 
herrschte siche In kühlem geschäftlichen Ton, mit Gewalt ihre 
Aufregung bemeisternd, fragte sie: 
„Wissen Sie etwas Näheres über das Unternehmen, das er 
mit dieser — —“ (sie verschluckte den Namen ihrer Rivalin). 
Minkowski erklärte leichthin:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.