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14. Kapitel

Full text: Mammon / Edel, Edmund (Public Domain)

viel Lurus und Pracht mit einem Male wieder an die Ober⸗ 
fläche sich wagen — —“ 
Fritz hörte zu, ohne zu antworten. 
Er war sehr verlegen. Brennende Cifersucht hatte ihm den 
Atem verschlagen, stieg ihm bis an den Hals. Es war das erste⸗ 
mal, daß er Berkholdt und Hilde außerhalb des Bureaus zu⸗ 
sammentraf, daß er bei beiden ihre Zusammengehörigkeit 
empfand. 
Die alte Neigung zu Hilde wurde wieder wach, stärker in 
diesem Augenblick, da er ihre frische Schönheit empfand, die 
alle diese geschminkten Frauen hier im Saal sieghaft in den 
Schatten stellte. 
Er würde niemals die Liebe zu Hilde überwinden können. 
Er dachte, daß er an ihr zugrunde gehen müßte, daß er irgend 
etwas schlechtes tun könnte, nur um Hilde zu besitzen. . 
„Wollen Sie eine Flasche mit uns trinken?“ fragte Verk— 
holdt.. 
Fritz hörte die Worte wie aus weiter Ferne. Er schaute mit 
abwesenden Augen auf Hilde, deren Uppigkeit er verzehrte. 
„... ach ja, lieber eine gemütliche Ecke, von der aus 
man dieses Treiben beobachten kann!“ 
Hilde lachte und indem sie beide Männer lustig unter den 
Arm nahm, sagte sie: 
„Die erste Flasche, geht auf meine Rechnung, meine Herren 
die habe ich gewonnen!“ 
Sie war in fröhlicher Laune, ihre Augen blitzten vor trun⸗ 
kener Lebensfreude. Sie fühlte mit Genugtuung, wie die Män⸗ 
ner um sie herum auf sie aufmerksam wurden und wie Tra⸗ 
banten führte sie ihre beiden Genossen an einen Tisch, wo ein 
beflissener Kellner, der Fritz Brenneckes unerschöpfliche Brief⸗ 
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