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14. Kapitel

Full text: Mammon / Edel, Edmund (Public Domain)

alles jetzt der neuen Lage sich anpassen mußte. Aber Meyro⸗ 
wiz sah keinen großen Erfolg in dem Herumtasten nach neuen 
Bedarfsartikeln, die Fritz Brennecke anstatt der Erzeugung 
von Heeresartikeln, für die keine Verwendung mehr war, ohne 
Sachkenntnis in Angriff nahm. Herr Meyrowiz war aus der 
G.m. b. H. ausgetreten und hatte damit dem ganzen Unter⸗ 
nehmen den Stoß gegeben. Es wurde liquidiert und Frau 
Auguste legte den recht ansehnlichen Gewinn in guten Papieren 
an, die ihr Meyrowiz empfahl. 
Antons stillen Wunsch, nach der „eigenen Scholle“ nach 
einer Klitsche auf dem Lande widersetzte sich Mutter Auguste 
ganz energisch . 
„Wir kaufen das Haus, wo wir Portiers gewesen. Das ist 
eine vernünftige Kapitalsanlage bei diesen schlechten Zeiten, 
wo man nicht weiß, ob man morgen noch für seine Tausend⸗ 
markscheine was zu essen kriegt, und dann können einem 
die Bolchefisters oder wie die Rasselbande heißt, so'n Haus 
nicht wegstehlen. Das ist wenigstens niet⸗ und nagelfest — 
Anton fügte sich. Die Aussicht, den Hausbesitzer zu spie⸗ 
len, war verlockend und schmeichelte ihm. 
„.. und wenn du unbedingt 'n Mistbeet haben mußt, 
Anton, und Hühner drauf, kannste dir ja auf dem Hinterbalkon 
ne Plantaje anlegen ...“ tröstete ihn seine Ehehälfte. 
Kurze Zeit darauf ging das Haus im Westen in den Be⸗ 
sitz seiner ehemaligen Portiersleute über und Mutter Auguste 
bezog mit Anton die aus acht Zimmern bestehende Wohnung 
des bisherigen Eigentümers Sanitätsrat Waibling. 
Fritz Brennecke benützte seine flüssig gewordenen Mittel, um 
schnell Geld zu verdienen. Schnelles Zugreifen und bares Geld 
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