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9. Kapitel

Full text: Mammon / Edel, Edmund (Public Domain)

sollten. Dann ergriff Berkholdt Hildes frele Hand, die' er 
innig drückte. Der Schreibblock glitt zu Boden. Hilde senkte 
den Kopf. Berkholdt zog das zitternde Mädchen zu sich heran. 
Mit einem leisen jubelnden Ruf flog Hilde an die Brust des 
Riesen, küßte ihn. —— 
„Du 
Plötzlich riß sie sich los, stand wie angewurzelt vor ihm. 
Berkholdt lächelte. Er schritt an den Schreibtisch, steckte 
eine Zigarette in Brand und setzte sich in seinen Sessel. 
„So, liebes Kind, nun wollen wir mal vernünftig mitein⸗ 
ander reden ... 
Hilde nahm den Schreibblock vom Teppich auf und trat 
näher. Berkholdt wies ihr, wie sonst, den Platz am Diktier⸗ 
brett an. 
Sie sprachen von der Zukunft, wie sich das alles nun mit 
ihnen gestalten würde. Er könnte ihre Mitarbeiterschaft im 
Bureau nicht entbehren. Also würde sie ihren Posten beibe⸗ 
halten. Aber das mit den Eltern — — — Die Stellung der 
Eltern wäre ihm nicht genehm. Er möchte etwas für die Leut⸗ 
chen tun. 
Hilde dachte an die Tornisterfabrikation. 
Die Gelegenheit wäre da, den Eltern zu helfen, ohne daß 
sie sich etwas vergäbe. Berkholdt selbst brachte sie auf den 
Gedanken. 
Sie erzählte von dem Betrieb, den der Vater und ihr Vetter 
Fritz eingerichtet. Berkholdt war sehr interessiert. Das wäre 
der Weg, um die Eltern aus der Portierstube zu bringen, dem 
Vater wieder sein altes Ansehen zu verschaffen. Gut — — 
er wollte ihm Lieferungen überweisen. Auf den Verträgen, 
die sie zur Bearbeitung hätte, ständen noch einige Posten 
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