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Doof is besser wie pucklich

Full text: Ick lach ma'n Ast / Lederer, Franz (Public Domain)

Doof is besser wie pucklich 
— 
Verismus. 
* der Regel sagt der Berliner das, was er denkt, 
allerdings in derb-komischer Art. Hat jemand eine 
rote Nase, dann sagt man: „Na, diee Neese hat er ooch 
nich von't Kaffeetrinken jekricht.“ 
Der stets Betrunkene muß hören: Der hat mal in 
de Sterne jekikt, den Dienstrevolver hat er immer 
jefüllt (Schnapsflasche), der is nie nüchtern, bloß bei 
seine Beerdigung. — Aehnlich: Ick vastehe ooch ohne 
Brille. — Man kann oft ja nich so dumm denken, wie't 
kommt. — Der Jeist is willich, bloß de Beene sind 
bammelich. — Det kommt vor, det eener fällt und 
find't nischt. — Von 'n Ochsen kann man nich mehr 
wie Rindfleesch valangen. — Doof is besser wie puck⸗ 
lich; det sieht man wenigstens nich. — Der nimmt's 
von'n Lebendijen (wenn er zu teuer ist). 
Stimmt eine Sache nicht recht, dann heißt es: 
„Nischt Jenaues weeß man nich. Een stiller Mensch 
bleibt ruhich.“ 
Obwohl der Berliner ein sehr fleißiger Mensch ist, 
macht er sich doch über die Arbeit lustig. So, wenn er 
sagt: Wer die Arbeet afunden hat, muß voch nischt 
zu dun jehabt haben. — Die Arbeet is keen Frosch; 
die hoppst mir nich wech. — Hoch die Arbeet, det keener 
ran kann. — „Nehmen Se mir,“ sagte ein Arbeit— 
suchender, „Sie jlooben jar nich, mit wie wenich Ar⸗ 
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M
	        
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