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Schang-Hai Rückkehr nach Europa

Full text: "Aus meinem Leben" / Wallich, Hermann (Public Domain)

ihren damaligen Fehler, der schwer wieder gutzumachen 
ist. Für die Welt im allgemeinen ist es aber besser, daß 
England die Vorherrschaft besitzt, solange wie es die 
Politik der offenen Tür befolgt. 
Nach dieser langen Abweichung über Ägypten setze 
ich meinen Reisebericht fort. Endlich erschien der Triester 
Lloyd-Dampfer „Diana‘“, und ich schiffte mich nach 
Triest ein. Das Mittelländische Meer rasch durch- 
eilend, die griechische Küste mit ihren baumlosen 
Abhängen streifend, .ein kurzer Nachtaufenthalt auf 
dem herrlichen Korfu, dann an dem steinigen Karst- 
gebirge entlang ging es in die schöne Hafenstadt Triest. 
Nach einem zweitägigen Aufenthalt in jener prächtig 
gelegenen, mehr italienisch als deutsch aussehenden 
Metropole, verbunden mit einem Ausflug nach dem 
schönen Jagdschloß Miramar, ehemals Eigentum des 
unglücklichen Maximilian, brachte uns der brausende 
Schnellzug über den Semmering durch blühende Fluren 
nach der österreichischen Hauptstadt, 
Hier erwarteten mich die ersten Briefe aus. der 
Heimat sowie die meiner Familienangehörigen, Doch 
leicht erhielt ich diese Briefe nicht. Ich hatte sie an die 
Adresse des Korrespondenten des Comptoir d’Escompte, 
Herrn M. Königswarter, eines reichen Sonderlings, richten 
lassen. In Triest hatten mich bereits unsere Korrespon- 
denten ‚Morpurgo & Parente, Verwandte meiner Pariser 
Familie und inzwischen verkracht, auf seine Besonder- 
heiten aufmerksam gemacht, auch daß er kürzlich zum 
Ritter „geschlagen“. Er hatte außer einem Orden auch 
eine Ohrfeige von einem beleidigten Kavalier erhalten 
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