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IX. Das Berliner Werk

Volltext: Dr. Carl Sonnenschein / Thrasolt, Ernst (Public Domain)

in seinen Werken, sie waren darum Same Christi, 
Christus und Christen wuchsen aus seinen Werken. Und 
wo er nicht Seelsorger war, war er in der Weltstadt 
Berlin (liegt sie an der Spree oder am Styx?) der Helfer 
Christi, der auch Brot gab und Kranken half, war er 
der Weltstadthelfer. 
6. Die „Litfaßsäule“ 
Um die Bedeutung Sonnenscheins und seines Büros, 
seine geistig organisatorische Wirksamkeit wie seine 
Liebes- und Helfertätigkeit zu illustrieren, sei ein eigenes 
Kapitel über seine „Litfaßsäule“ geschrieben. Seine Lit- 
faßsäule ist gleichzeitig ein Wahrzeichen und ein 
geschichtliches Dokument. 
Irgendein Spaßvogel bezeichnete das „Wochen- 
programm“ Sonnenscheins, das er für den „Kreis 
der Freunde des SSS“ wie für die Gäste des 
SSS herausgab, und das Mitteilungen machte über die 
Veranstaltungen der nächsten Woche, über Vorträge, 
Konzerte, Führungen und Besichtigungen, Anschriften- 
listen von Ärzten, Juristen usw., von Kranken- und 
Erziehungshäusern, Erholungsheimen usw., über neue 
Bücher, neu eingetretene verheiratete usw. Mitglieder, 
und die Hilferufe, telegrammkurze SOS-Rufe brachte, 
als Litfaßsäule. Wie die Litfaßsäulen das Leben der 
Großstadt anzeigen, spiegeln, hinausschreien, Veranstal- 
tungen, Geschäftseröffnungen, Suche nach verloren- 
gegangenen Menschen und Sachen, Nachfragen und An- 
gebote, Bitten und Widerrufe, Unrast und Qual bunt 
und unvermittelt hinausschreien, so tut es auch das 
Wochenprogramm: Es ist Symbol wie Dokument, ist 
Wahrzeichen wie Urkunde. Wie die „Notizen‘‘ Sonnen- 
schein im Geistigen und Großen spiegeln, so spiegelt ihn 
die Litfaßsäule im Kleinen und Täglichen, aber beide 
in seiner Helfertätigkeit und stets am Aufbau und Aus- 
bau Berlins, Die Litfaßsäule nun veranschaulicht seine 
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