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Full text: Es sei wie es wolle, es war doch so schön! / Kerr, Alfred (Public Domain)

Der Winter ist aus 
AN 
247 
VII 
Auch heut saß ich — nicht im Dickicht, sondern im 
Theater, Man gibt ein Bismarckstück, Der Verfasser 
heißt Philippi. Benedeiter Kopf... Der eiserne Otto 
tritt auf die Bretter, abgehalftert, von einem langen 
Schauspieler, Pittschau, gemimt. 
Im Applaus regen sich die Hände Solcher, die keine 
Hand gerührt, als Bismarck entlassen wurde. 
VIIL 
Das ist mein Schicksal, mit einem Frühlingstag zu be- 
ginnen ... und mit einem Drama zu enden. Lebens- 
länglicher Kampf der Welt im Licht mit der Welt 
im Rampenlicht. 
Bismarck ist am Schluß des Stücks mit seinem Kaiser 
herzlich versöhnt. Und was tut nun der Abend? aber 
herabsinken. 
Elf Uhr. 
Immer noch wehen laue Lüfte frühlingsgleich. Ich 
sChreite durch den Frühling vor dem Schlafengehn. 
Um Mitternacht, für sieben geschlagne Stunden, be- 
zieh’ ich dann mein Haus, im Dickicht. 
Der Winter ist aus 
Der Winter ist aus. . 
Jemand sprach einen französischen Vers in einer Ge- 
sellschaft. Er traf einen andren wie ein Blitzstrahl. Wer 
Ihn gedichtet hat, weiß ich nicht. Ich denke mir, er wird 
von Musset sein. „En te perdant je sens que je t’ai- 
Mais.“
	        
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