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Erster Teil. Fahrten Caput VIII. Seinehimmel

Full text: Es sei wie es wolle, es war doch so schön! / Kerr, Alfred (Public Domain)

Das Glück in Paris 
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An 
zen Widerlegung klatschten schließlich die zwei loyal 
mit. . . Heitere Fälle sind nicht hoffnungslos. 
XVII. 
Ich habe selbstverständlich nie aus meiner deut- 
schen Haltung im Krieg, bei aller heftigsten Verdam- 
mung des Kriegs als Einrichtung, ein Hehl gemacht. 
Dieser Dualismus war damals in jedem fühlenden Men- 
schen. Man sah sein Land in tiefster Not, von allen 
bedrängt, haßte den ganzen Vorgang — und wollte 
doch helfen. Ich meldete mich sofort freiwillig zum 
Heeresdienst als Soldat. Die Belege sind heute noch vor- 
handen. 
Worauf es ankommt: ich habe, schärfer als jemand in 
Deutschland, den Wahnsinn des Krieges gekennzeich- 
net, mitten im Krieg. Ich habe von vornherein den 
in Deutschland Mitschuldigen am Krieg Abrechnung 
schwerster Art angekündigt, wenn der Kampf aus sel. 
Doch erst war der Kampf ... (Neue Rundschau, Sep- 
tember 1914). Im Krieg erschien mein fünfbändiges 
Hauptwerk, „Die Welt im Drama‘. Das Vorwort 
geißelt, noch im Krieg, das „viehische Begebnis“, den 
„elendesten Rückfall“ , , , Ich vertrat also diesen Stand- 
punkt nicht erst 1926 in Paris. Wer hat euch, Serben, 
alles das vorgelogen ? hä? 
Ich habe Frankreich, o Balkanjünglinge, schon des- 
halb im Krieg niemals in Versen oder Prosa angegriffen, 
weil ich in seiner Zusammenarbeit mit Deutschland ja 
den politischen Ausweg sah. Vielmehr (Neue Rund- 
schau, September 1914) hab’ ich im Kriege nachdrück- 
lich betont, das „edle Frankreich“ sei vom zaristischen 
Rußland überstimmt, ins Schlepptau genommen wor- 
den. Ich habe den „Führern“, wie es in einem Gedicht
	        
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