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Erster Teil. Fahrten Caput III. Hesperischer Himmel

Full text: Es sei wie es wolle, es war doch so schön! / Kerr, Alfred (Public Domain)

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Hesperischer Himmel 
2711. 
Wer deutscher ist als Bismarck; wer erkenntnisvoller 
ist als Nietzsche: der werfe den ersten Stein wider sein 
Werk. 
Wir aber sagen: Eine Erfüllung stieg heut hernieder. 
Ein Wunsch ist gekrönt. 
Doch unser Schibboleth heißt, nochmals: „Genug 
der Zwietracht.““ 
Tilgt aus den Herzen den Haß. Laßt Feindschaft 
sinken — wie nun die Hülle sinkt. 
Heinrich Heine, sei gegrüßt. 
Nachtrag: Klinger und Heine 
Als ich für das Denkmal Heinrich Heines aufrief, bat 
ich Max Klinger um ein Wort. Er schrieb, mit einem 
seltsamen Ausdruck, daß er mir „zurolle“ .,. 
Dann trug sich Klinger eine Zeit mit dem Plan, 
Heines deutsches Denkmal selber zu schaffen. Am 
to. November 1910 schreibt er mir: 
„Der Platz. Wo? Bei meiner letzten Anwesenheit in 
Hamburg sah ich mir Verschiedenes daraufhin an. Und 
ich dachte an die Außen-Alster (ich weiß nicht, ob ich 
richtig benamse) vis-ä-vis dem Fährhaus-Restaurant 
am Ufer vor den dort gelegenen Villen, möglichst Nähe 
des Wassers, so daß Spiegelung eintritt.“ 
IL. 
Der Senat (der in dieser ganzen Denkmalsfrage sich 
schon vor einem Jahrzehnt freundlich und voll vor- 
nehmer Gesittung erwies) wählte den Platz zwar nicht
	        
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