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Full text: Berlin / Lindenberg, Paul (Public Domain) Ausgabe Bdch 6 Die weitere Umgebung Berlins : Potsdam und der Spreewald (Public Domain)

die weitere Umgebung Berlins. 
einem gepre t inen ARuber urnschweht wird. Nicht nur 
die innige des bewohrnt⸗n 9eudes mit dem 
Wasser, wie man α ier Venedia nd einzelnen hol⸗ 
ländischen Städten trifft, übt arn umn einten merkwürdigen 
Reiz aus, sondern das Gefühl, ein Stückchen Erde kennen zu 
lernen, welches noch nicht tausendfältig mit Pflug und Hacke 
bearbeitet worden ist, welches eine gewisse Jungfräulichkeit des 
Bodens bewahrt hat und uns sehr gut die Heimat unserer 
Urahnen veranschaulichen kann. Hierzu kommt die Bevölke— 
rung, die ja zum Teil noch wendisch ist und sich mancherlei 
altererbte Gewohnheiten und Gebräuche aufbewahrt hat, eine 
Bevölfene— der wir mit jener Sympathie entgegentreten, die 
wir den empfinden, der seinem Ende nicht mehr 
fern 1. denn es kann sein daß vielleicht schon die über— 
nächster 8rvposd besuchet eration wenig, vielleicht 
auch gar nic echr von attnr Sprache und wendischen 
Eigentünne fcrtocc wi 
Dicsc ebengenan. ttoren bewirken es auch, daß sich 
neuerdings ein lebhafter zzremdenstrom dem Spreewald, der 
früher nur selten besucht wurde, zuwendet, und es dürfte wohl 
kaum von Berlin aus eine lohnendere Partie, als gerade hier— 
her, geben, um so mehr, da sie in zwei Tagen, ja sogar in 
einem, erledigt werden kann. In etwa zwei Stunden er— 
reichen wir von der Reichshauptstadt aus mit der Berlin⸗ 
Görlitzer Bahn Lübbenau, ein anmutiges, sauberes Städt— 
chen mit dem prächtigen gräflich ynarschen Park, und von 
hier aus können in verhältnismäßig kurzer Frist die ver— 
schiedentlichsten Touren durch die einzelnen Teile des Spree— 
waldes unternommen werden.) 
Blitz und blank liegt das von wogenden Getreidefeldern 
und duftenden Gärten umgebene Städtchen vor uns, wenn 
wir den Bahnhof Lübbenau verlassen und den mit schattigen 
Bäumen begrenzten Weg, der nach der Spree hinunterführt, 
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Siehe darüber Seite 60.
	        
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