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Full text: Jahresbericht ... (Rights reserved) Ausgabe 2020 (Rights reserved)

WISTA WISTA MANAGEMENT GMBH we get ideas done Jahresbericht 2020 Jahresbericht 2020 1 Inhalt 3 Wie es jetzt weitergeht 4 Mehr als gute Zahlen 7 Adlershof in Zahlen 8 Ausblick auf Geschäftsentwicklung 2021 9 Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie 10 Ansiedlungen und Akquisitionen in Adlershof 14 Coworking-Space und Accelerator-Programme 15 Adlershofer Gesundheitsnetzwerk 16 Geschäftsstelle Zukunftsorte 17 Innovative Infrastrukturprojekte 20 Standorte außerhalb von Adlershof 28 Marketing 29 WISTA in den Medien 35 Netzwerkarbeit 37 Print 38 Online 39 Zahlen und Fakten 43 Impressum Jahresbericht 2020 2 Wie es jetzt weitergeht Das Jahr 2020 war herausfordernd – die Unklarheiten, welche die Coronapandemie mit sich brachte, ließen auch den Hochtechnologiestandort Adlershof nicht unberührt. Der gesamte Technologiepark stand auf dem Prüfstand, weil eines seiner wichtigsten Funktionsprinzipien – nämlich Nähe zwischen den Akteur/-innen herzustellen – nicht in gewohnter Form, sondern nur noch auf digitalen Kanälen wirken konnte. Jedoch schon zu Beginn der Pandemie konnten wir feststellen, dass etliche Unternehmen und Einrichtungen am Standort mit ihrer hohen Lösungskompetenz ihre Expertise im Kampf gegen das Corona-Virus erfolgreich einbrachten. Dennoch trieb uns die Frage um: Was mag noch kommen und haben unsere zuversichtlichen Prognosen aus dem Vorjahr Bestand? Auch wenn wir nicht in die Glaskugel schauen können, wissen wir nach mehr als einem Jahr: Die Unternehmen im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof sind in Gänze besser als der Durchschnitt der deutschen bzw. der Berliner Wirtschaft – und noch besser als ursprünglich angenommen – durch die Corona-Krise gekommen. Sie sind nicht nur effizient, wie sich bereits durch das Wachstum in den letzten Jahren bewiesen hat, sondern auch in Krisenzeiten flexibel, innovativ und robust. Unser Standort ist mit seinen vielen Unternehmen und unterschiedlichen Technologiefeldern, durch die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft resilient. Berlin Adlershof hat in dieser Krise – wie auch schon in vorherigen Krisen – seine Stärke gezeigt. Doch das allein würde nichts nützen, wären die Unternehmen nicht zuversichtlich. Ein Großteil schaut positiv in die Zukunft. Ihre Prognosen zur Geschäftsentwicklung sind optimistisch, auch das Ansiedlungsgeschehen bleibt dynamisch. Adlershof ist nach wie vor ein Wirtschaftsmotor. Dies belegt einmal mehr, dass wir auf das richtige Rezept vertrauen, wenn es darum geht, Berlin als Standort für wissenschaftsnahe Wirtschaft voranzubringen. Deshalb werden wir auch an anderen Standorten berlinweit aktiv und setzen hier wie dort auf unsere wichtigsten Zutaten: Nachbarschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Kooperation. Dann entstehen nämlich Innovation und eine wissensbasierte Wirtschaft, die langfristig erfolgreich ist. Jahresbericht 2020 3 Umsätze 2,86 2019 2,52 2020 Mehr als gute Zahlen Dem Hochtechnologiestandort Berlin Adlershof gelang es auch 2020 trotz der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Institutionen am € (in Mrd. €) Standort weiter zu wachsen. Zum Jahresende gab es im Adlershofer Entwicklungsbereich 22.000 Beschäftigte (2019: 20.828). Auch die Umsätze stiegen und lagen mit 2,86 Mrd. Euro um 6,8 % über denen des Vorjahres. Hinzu kamen 6.360 Studierende sowie 800 (2019: 788) Auszubildende. Studierende Beschäftigte 22.000 2020 20.828 2019 2020 2019 6.360 6.458 Auszubildende 2020 Jahresbericht 2020 4 2019 800 788 Jahresbericht 2020 4 Mehr als gute Zahlen Wissenschafts- und Technologiepark Umsätze € 2020 2019 1,043 1,027 (in Mrd. €) Im Kerngebiet, dem Wissenschafts- und Technologiepark, legten die Umsätze der nunmehr 569 (2019: 564) Unternehmen um 1,6 % (2019: 5,8 %) auf 1,043 Mrd. Euro zu. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 5,9 % (2019: 7,3 %) auf 8.416. Hinzu kamen 280 Auszubildende (2019: 232). HU Berlin Der Förder- bzw. Drittmittelanteil am Budget der in Adlershof ansässigen Einrichtungen der Förder- und Drittmittel € 2020 2019 32 30,6 (in Mio. €) Humboldt-Universität zu Berlin (HU) betrug 32 Mio. Euro (2019: 30,6 Mio. Euro), die Grundfinanzierung belief sich auf 61 Mio. Euro (2019: 56 Mio. Euro). Bei den außeruniversitären Instituten lagen die Haushaltsmittel mit 140,6 Mio. Euro über denen des Vorjahres (135,8 Mio. Euro); die Drittmittel mit 90,1 Mio. Euro sogar deutlich darüber (2019: 80 Mio. Euro). Die Zahl der Beschäftigten in den wissenschaftlichen Einrichtungen legte gegenüber 2019 um 2,6 % auf 2.904 zu. In der Medienstadt stieg 2020 die Zahl der Unternehmen auf 196 (2019: 189), ihre Umsätze Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Förder- und Drittmittel € 2020 2019 90,1 80 (in Mrd. €) kletterten um 4,9 % auf 315,6 Mio. Euro. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 3.000 nahezu gleich; der Anteil freier Mitarbeiter/-innen ging etwas zurück. Hinzu kamen 96 Auszubildende (2019: 56). Die Umsätze und Haushaltsmittel der 431 Unternehmen und Einrichtungen im übrigen Entwicklungsbereich legten 2020 um 10,7 % (2019: 10,4 %) auf 1,136 Mrd. (2019: 1,025 Mrd.) Euro zu. Die Zahl der Mitarbeiter/-innen stieg um 9,5 % (2019: 7,4 %) auf 7.769. Hinzu kamen 426 (2019: 447) Auszubildende (u. a. bei mehreren Trägern überbetrieblicher Ausbildung). Medienstadt Umsätze € 2020 2019 315,1 299,3 (in Mio. €) Jahresbericht 2020 5 Unternehmen, Einrichtungen, Institute Unternehmen im Wissenschafts- und Technologiepark Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 2020 569 8 6 196 431 1.196 2019 548 8 6 189 454 1.205 21 0 0 7 -23 -9 Veränderung Beschäftigte Umsatz, Haushalt (in Mio. €) Fördermittel bzw. Drittmittel (in Mio.€) Medienstadt Unternehmen und Einrichtungen im übrigen Entwicklungsgebiet Insgesamt 2020 8.416 1.899 1.005 3.011 7.769 22.004 2019 7.945 1.851 980 2.960 9.764 20.828 Veränderung 5,9 % 2,6 % 2,6 % 1,7 % -20,4 % 5,6 % 2020 1.043 140,6 61 315,1 1.134,7 2.695,2 2019 1.027 135,8 56 299,3 1.006,1 2.524,2 Veränderung 1,6 % 3,5 % 8,9 % 5,3 % 12,8 % 6,8 % 2020 22,14 90,1 32 0,6 19,2 164 2019 22,25 80 30,6 1,6 19,1 154 -0,49 % 12,6 % 4,6 % -62,5 % 0,5 % 6,5 % 2020 1.066 230,7 93 315,6 1.153,8 2.859,2 2019 1.049 215,8 86,6 300,8 1.025,3 2.677,5 Veränderung 1,6 % 6,9 % 7,4 % 4,9 % 12,5 % 6,8 % Veränderung Performance (in Tsd. €) HumboldtUniversität zu Berlin Worauf es uns jetzt ankommt Jahresbericht 2020 6 Adlershof in Zahlen (Stand: Jahresende 2020) 1.043 Umsätze Wissenschafts- und Technologiepark 469 315,1 Umsätze Unternehmen Medienstadt Wissenschafts- und Technologiepark 196 32 61 1.134,7 Umsätze Gewerbe und Dienstleistungen Unternehmen € Mio Euro Medienstadt 6 90,1 140,6 Institute Humboldt-Universität zu Berlin 8 431 Drittmittel Grundfinanzierung Humboldt-Universität zu Berlin Drittmittel Grundfinanzierung Wissenschaftliche Einrichtungen Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 8.416 Wissenschaftliche Einrichtungen Mitarbeiter Wissenschafts- und Technologiepark Unternehmen Gewerbe und Dienstleistungen 3.011 Mitarbeiter (inkl. freie Mitarbeiter) Medienstadt Fläche: Beschäftigte: 4,2 km² *) 22.000 Zahl der Unternehmen: 1.200 Umsätze und Budgets: 2,86 Mrd. Euro 1.851 7.769 Mitarbeiter Wissenschaftliche Einrichtungen 6.458 980 Studierende Beschäftigte Humboldt-Universität zu Berlin Mitarbeiter Gewerbe und Dienstleistungen Jahresbericht 2020 7 Ausblick auf Geschäftsentwicklung 2021 Trotz der Corona-Pandemie blickt die Mehrheit der Unternehmen optimistisch in die Zukunft, wie der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 belegt. 58,5 % der Unternehmen erwarten Umsatzsteigerung So gehen mit 58,5 % (2019: 55 %) sogar mehr Unternehmen von einer Steigerung ihres Umsatzes aus als im Vorjahr. Jedoch stieg zugleich auch die Zahl derjenigen Unternehmen, die mit einem Umsatzrückgang rechnen, auf 22,9 % (2019: 6 %). Die Mittelwerte hinsichtlich Personal- und Umsatzentwicklung für 2020 lagen insgesamt bei 103,4 %, für 2021 stiegen diese auf 113,4 %. € Auch in der Corona-Krise empfinden Unternehmen das Image des Hochtechnologiestandorts Adlershof weiterhin als einen der wichtigsten Standortfaktoren und zeigen sich auch wiederholt sehr zufrieden mit der erzielten Außenwirkung. 22,9 % Jahresbericht 2020 8 der Unternehmen erwarten Umsatzrückgang Jahresbericht 2020 8 der Unternehmen senden Mitarbeiter in Kurzarbeit Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie 30 % der Unternehmen senden mehr als 50 % der Mitarbeiter in Kurzarbeit 6,6 % Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen am Wissenschafts- und Hochtechnologiestandort in unterschiedlichem Ausmaß getroffen. Während Biotechnologiefirmen sogar einen Ausbau ihres Geschäfts verzeichnen konnten, setzte vor allem den Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben die Einschränkung ihres Geschäftsbetriebs zu. Auch Unternehmen, die für die Luftfahrtbranche arbeiten oder auf Zulieferungen aus Asien angewiesen sind, sahen sich mit Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wurden Unternehmen und Einrichtungen nach den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie befragt. So sahen sich im Wissenschafts- und Technologiepark rund 30 % der Unternehmen gezwungen, ihre Mitarbeiter/-innen in Kurzarbeit zu schicken, aber nur bei 6,6 % der Unternehmen waren es mehr als 50 % der Belegschaft. Bei der Frage nach der Wirksamkeit der in Anspruch genommenen staatlichen Hilfen bezeichneten fast 55 % der Betroffenen die Hilfen als ausreichend, 35 % als wenig und 10 % als nicht wirksam. Jahresbericht 2020 9 Ansiedlungen und Akquisitionen in Adlershof Zu den interessanten Ansiedlungen in unseren Technologiezentren zählte unter anderem das Start-up Nostos Genomics UG, das seine Expertise in der Humangenomik mit maschinellem Lernen kombiniert, um Patient/-innen mit seltenen genetischen Erkrankungen eine verlässliche Diagnose geben zu können. Die Xolo GmbH führt erstmals den volumetrischen 3D-Druck zur Marktreife, was Produktionsprozesse nachhaltig verbessern kann. Das Unternehmen ist eng mit universitären und außeruniversitären Instituten verbunden und wird von namhaften Investoren unterstützt. Die aus Schottland stammende Firma MSquared Lasers UG wird im Innovationsund Gründungszentrum (IGZ) die Entwicklung neuartiger Produkte und Dienstleistungen in der Quantentechnologie, Biophotonik und chemischen Sensorik vorantreiben. Ebenfalls neu im IGZ war die Quantune Technologies GmbH. Sie entwickelt auf Quantenkaskadenlasern basierende Spektroskopiegeräte und kombiniert diese mit photoakustischen Sensoren. Ein Anwendungsfeld ist die nichtinvasive Messung des Blutzuckerspiegels durch Auflegen des Fingers auf das Messgerät. Andere Einsatzmöglichkeiten liegen in der Industrie, z. B. bei der Überwachung von Gärvorgängen oder der Qualitätskontrolle. Jahresbericht 2020 10 Jahresbericht 2020 10 Ansiedlungen und Akquisitionen Die glaucare GmbH siedelte sich im Charlottenburger Gründungszentrum CHIC an. Das Unternehmen ist in der technologischen Entwicklung von Software, cloudbasierten Lösungen sowie der Konzeption von Algorithmen und der Nutzung von KI für medizinische Apps tätig. Der Fokus liegt auf der Ophthalmologie. Neuer Nachbar im CHIC wurde auch die reachtag UG, die eine einzigartige Lösung für verlorene Gegenstände bietet. Der Service verbindet Finder/-in und Besitzer/-in schnell und anonym. Die Maon GmbH entwickelt eine digitale Plattform zur Planung von Stromautobahnen und unterstützt bei der Integration von erneuerbaren Energien die Energiewende in Europa. Auch 2020 war das Baugeschehen in Adlershof betriebsam: Auf dem Gelände des einstigen Verschiebebahnhofs Schöneweide („Gleislinse“) wurden alle Arbeiten im Straßenbau abgeschlossen, sodass die Straßen am 01. Oktober 2020 für den Umsätze Verkehr freigegeben werden konnten. Auch die Entwurfsplanungen für den Neubau einer Fuß- und Radwegebrücke über die Gleise von Fern-, S-Bahn und das Adlergestell wurden fertig gestellt und der „S-Bahnhof „Betriebsbahnhof Schöneweide“ am 13. Dezember 2020 in „Johannisthal“ umbenannt. Lediglich die Sanierung der Fußgängerbrücke, die über den Bahnhof führt, und eine durchgehende Verbindung vom Adlergestell bis zum Gustav-HertzPlatz am nördlichen Ende der sogenannten Gleislinse bieten wird, wird voraussichtlich erst im Dezember 2021 beendet. Am 18. Mai 2020 begann mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Bau der Tramstrecke zwischen der Karl-Ziegler-Straße (derzeitige Endhaltestelle) und dem S-Bahnhof Schöneweide. Die Trasse entsteht auf dem Mittelstreifen des Groß-Berliner Damms und wurde bereits beim Bau der Straße eingeplant. Über die neue, 2,7 km lange Strecke mit fünf Haltestellen werden künftig die Linien M17, 61 und 63 verkehren. Die Verbindung schließt eine Lücke im Straßenbahnnetz zwischen Schöneweide und Adlershof, von der rund 12.000 Fahrgäste täglich profitieren können. Jahresbericht 2020 11 Ansiedlungen und Akquisitionen Im Areal „Wohnen am Campus I“ sind auf ca. 16 ha Grundstückfläche bis 2020 insgesamt 1.166 Wohneinheiten und 386 studentische Wohnheimplätze entstanden. Im unmittelbar angrenzenden Quartier „Wohnen am Campus II“ feierte die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH am 27. Januar 2020 den ersten Spatenstich für das Wohnungsbauprojekt „HermannDorner-Allee“. *** Am 21. Februar 2020 wurde mit der Scienion AG (nunmehr Scienion GmbH) der Erbbaurechtsvertrag über ein 3.037 m² großes landeseigenes Grundstück an der Wagner-RégenyStraße beurkundet. Scienion wird dort ihren Hauptsitz, ein viergeschossiges Gebäude mit Laboren, Reinräumen, Produktions-, Lager-, Verwaltungs-, Vertriebs- und Serviceflächen, errichten lassen. Das Unternehmen ist 2000 als Spin-off aus dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik gegründet worden und seither im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof ansässig. Scienion ist Weltmarktführer bei Dispensiersystemen für das präzise Umsätze Handling kleinster Flüssigkeitsmengen. Die seit 2016 in Adlershof ansässige Hirsch + Lorenz Ingenieurbau GmbH wird ihren Gewerbehof am Groß-Berliner Damm um ein viergeschossiges Gebäude erweitern. Zu diesem Zweck unterzeichnete sie am 06. März 2020 den Erbbaurechtsvertrag über eine 5.244 m² große landeseigene Grundstücksfläche an der Gerhard-Sedlmayr-Straße. Am 29. Mai 2020 feierte die SEM Schaltschrankbau GmbH die Grundsteinlegung ihres neuen Unternehmenssitzes an der Walther-Huth-Straße. Das 1994 gegründete Unternehmen ist in der Produktion und Entwicklung von elektrischen Steuerungen, Elektroenergieverteilanlagen sowie Mess- und Regeltechnik tätig. Die Fertigstellung des Bürogebäudes mit angrenzender Werkhalle ist für Anfang 2021 geplant. Jahresbericht 2020 12 Jahresbericht 2020 12 Ansiedlungen und Akquisitionen Am 5. August 2020 wurde der Erbbaurechtsvertrag mit der Studio 5 GmbH & Co. KG beurkundet. Auf dem an der Moritz-Seeler-Straße gelegenen Erbbaugrundstück befindet sich das denkmalgeschützte Studiogebäude S5, welches u. a. das „Theater Adlershof“ (2021 in „Theater Ost“ umbenannt) beherbergt. Studio 5 wird das Studiogebäude denkmalgerecht sanieren und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Außerdem soll auf dem Areal ein Neubau mit Büros für Unternehmen aus dem Kultur- und Medienbereich entstehen. Am 26. Oktober 2020 schloss die WISTA.Plan einen Erbbaurechtsvertrag mit der EvoLogics GmbH. Das Unternehmen wird an der Wagner-Régeny-Straße einen Neubau für Entwicklung und Fertigung errichten und diesen voraussichtlich 2023 als Unternehmenssitz beziehen. EvoLogics ist auf die Unterwasserkommunikation, Positionierung, Navigation und Überwachung spezialisiert und gilt auf diesen Gebieten weltweit als führend. In Adlershof werden rund 100 Beschäftigte tätig sein. Umsätze Am 20. November 2020 eröffnete die Jonas & Redmann Group GmbH ihren neuen Unternehmenshauptsitz am Segelfliegerdamm 65. Auf dem 23.000 m² großen Grundstück arbeiten in neuen Bürogebäuden und Produktionshallen rund 400 Beschäftigte. *** Am 30. Januar 2020 legte die immobilien-experten-ag den Grundstein für das Bürogebäude B6 auf ihrem Campus „Am Oktogon“. Es ist der achte Neubau eines Produktions- und Bürogebäudes. Das fünfstöckige Gebäude hat eine Mietfläche von 1.900 m² und entsteht an der Hermann-Dorner-Allee auf der Westseite des Campus. Knapp fünf Monate später fand die Grundsteinlegung für den neunten Campus-Neubau, (Bürogebäude B7) statt, die Fertigstellung ist für März 2021 vorgesehen. Im Dezember 2020 wurde von der immobilien-expertenag mit dem Bau des OfficeLab-Campus begonnen. Bis Ende 2022 entstehen an der WagnerRégeny-Straße in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof Adlershof 26.000 m² Mietfläche (auch Manufaktur- und Labornutzungen sind dort möglich) sowie 218 Tiefgaragen-Stellplätze. Jahresbericht 2020 13 Coworking-Space und AcceleratorProgramme Nach einem guten Start zu Jahresbeginn – besonders erfreulich war die Ansiedlung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung – wurden im Coworking-Space die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürbar: Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen ging zurück. Die Lage besserte sich stetig im Laufe der Sommermonate, auch mit der Zusage, ab Herbst die Gründerwerkstatt Adlershof (GWA) neu auflegen zu können. Aus den Bewerbungen wurden 20 Stipendienplätze vergeben, die bis Ende 2021 finanziert werden. Darunter sind Projekte wie eine AI-Plattform für Bio-Tech und Med-Tech, ein kooperativer nachhaltiger Supermarkt, Urban Agriculture für Wohngebäude und ein Tool zur Planung von Energieanlagen. Zum Jahresende war der Coworking-Space voll vermietet. Aufgrund der Corona-Situation fanden 2020 keine Accelerator-Programme statt. Die WISTA passte daher ihr A²-Programm an den Bedarf mittelständischer Unternehmen an. Parallel dazu wurden weitere mögliche Partner angefragt, darunter potenzielle Industriepartner aus dem Energiesektor, aber auch Städte und Gemeinden, die Unterstützung in der Umsetzung von Smart-City-Projekten benötigen. Jahresbericht 2020 14 Adlershofer Gesundheitsnetzwerk Das Gesundheitsnetzwerk Adlershof erfreute sich wachsenden Interesses. Es erweiterte sein Onlineangebot um Services für Arbeitgeber/-innen und Beschäftigte im Homeoffice und auch für Unternehmen aus dem Charlottenburger CHIC. Ende des Jahres machte das Gesundheitsmobil am Forum Adlershof Halt. Dort hatten Interessent/-innen die Chance, sich in Sachen Schlafgesundheit und Stress beraten zu lassen. Jahresbericht 2020 15 Geschäftsstelle Zukunftsorte Zu Beginn des Jahres hatte die Geschäftsstelle neue An vier Samstagen im September 2020 stellte der Berliner Räumlichkeiten im Zentrum für Photovoltaik und Erneu- „Tagesspiegel“ in einer Sonderveröffentlichung die Berli- erbare Energien (ZPV) bezogen, wo sie auch über einem ner Zukunftsorte vor. Darüber hinaus veröffentlichte die Showroom verfügt. Geschäftsstelle eine Broschüre (digital und in gedruckter Form, dt./engl.), in der die Zukunftsorte vorgestellt wer- Die Corona-Pandemie stellte die Arbeit der Geschäftsstelle den. Außerdem fand in Kooperation mit Berlin Partner eine ab Mitte März 2020 vor große Herausforderungen, sodass Plakatkampagne statt, bei der u. a. acht BVG-Linienbusse die Planung von Veranstaltungen bis auf weiteres ausge- mit dem Slogan „Die Zukunft wird in Berlin gemacht“ für setzt und Analysen zum Thema Corona-Pandemie neuer die Zukunftsorte warben. Schwerpunkt wurde. Dabei ging es einerseits um die Resilienz von Innovationsstandorten, anderseits um die Bün- Am 30.09.2020 lief die erste erfolgreiche Förderperiode der delung der Aktivitäten an den Zukunftsorten. Im zweiten Geschäftsstelle nach drei Jahren aus. Die Geschäftsstelle Quartal legte die Geschäftsstelle ihre digitale Broschüre Zukunftsorte ist in dieser Zeit integraler Bestandteil der „Die Zukunft wird gesund! – Die Zukunftsorte im Kampf WISTA-Strategie geworden und hat zur Steigerung unse- gegen Corona“ vor. Darin beweisen 27 Unternehmen und res Bekanntheitsgrades beigetragen. Einrichtungen der Berliner Zukunftsorte ihr Engagement im Kampf gegen das Covid-19-Virus. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) teilte uns mit, dass sie beabsichtigt, die WISTA Auf der Website wurden in einer neuen Rubrik „Faces of mit der Fortführung der Geschäftsstelle Zukunftsorte zu Future“ Akteure der Zukunftsorte aus Wissenschaft, Wirt- beauftragen. So haben wir uns gemeinsam mit den zu- schaft (vor allem Start-ups), aus Politik oder Standortma- ständigen Stellen auf die Schwerpunkte für die zweite För- nagement in Kurzinterviews porträtiert und auf Twitter, derperiode verständigt und daraufhin im Dezember 2020 Instagram und LinkedIn eine Social-Media-Kampagne ge- einen Vertrag über die Fortführung der Geschäftsstelle startet. unterzeichnet. Jahresbericht 2020 16 Innovative Infrastrukturprojekte Die Idee, in Adlershof ein neues, nachfrageorientiertes Technologiezentrum zu entwickeln, welches effiziente Beiträge zur Lösung künftiger gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen – den so genannten Grand Challenges – leisten soll, nahm 2020 weiter Gestalt an. Gemeinsam mit dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit und relevanten Akteur/-innen entstand die Konzeptstudie „Grand-Challenges-Zentrum Adlershof“. Diese zeigt den Bedarf eines solchen Zentrums am Standort Adlershof auf und stellt dar, auf welche Themen sich das Zentrum konzentrieren könnte, welche Funktionen und Aufgaben es übernehmen kann und wer potenzielle Stakeholder sein könnten. Nächster Schritt ist eine architektonische Machbarkeitsstudie, die den konzeptionellen Ansatz in einen ersten architektonischen Entwurf übertragen wird. Jahresbericht 2020 17 Innovative Infrastrukturprojekte Energieprojekte Das Projekt „Wärmeoptimierung in Nichtwohngebäuden“ (Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWi) sah vor, durch die Installation einer Beimischschaltung in den Gebäuden des Innovations- und Gründungszentrums (IGZ) wirksame Energieeinsparungen zu erzielen. Planungen ergaben, dass die Amortisationszeit trotz Förderung bei 15 Jahren liegen würde. Daher wurde beschlossen, diese Maßnahme nicht weiterzuverfolgen. Das Projekt konnte dennoch fortgesetzt werden. Es wurden u. a. alternative Maßnahmen, wie elektrisches Nachheizen über die Raumlufttechnische (RLT) Anlagen in Übergansganszeiten mittels Wärmepumpe für das IGZ zu identifiziert. Im Hauptgebäude der WISTA sollen durch den Einbau browserbasierter Einzelraumregelungen Wärmeenergieeinsparungen von 10-15 Prozent realisiert werden. Die Ausschreibung der Bauleistungen wurde im IV. Quartal 2020 abgeschlossen und ein Auftrag an die Firma AURICON technische Dienste GmbH vergeben. Die Arbeiten werden 2021 ausgeführt. Beim Verbund-Projekt „Combifuel“, das Kraftfahrzeuge mit einem Power-to-Gas-Methangemisch betanken will, wurde 2020 der Einsatz eines mit Wasserstoff angetriebenen Shuttlebusses in Adlershof geprüft. Nach Prüfung aller genehmigungsrechtlichen und wirtschaftlichen Fragen ist das nach gegenwärtigem Stand allerdings nicht möglich. Sieben neue, öffentlich zugängliche, Lademöglichkeiten für E-Mobility stehen seit Mitte Juni 2020 im Technologiepark zur Verfügung. Die Erweiterung der Ladeinfrastruktur ist Teil des Forschungsprojektes „FlexNet4E-Mobility“. An diesem sind neben dem lokalen Energieversorger BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin und der WISTA Management GmbH die österreichische NEW ENERGY Capital Invest, die Technische Universität Berlin (TU) und die BTB-Tochter Energienetze Berlin GmbH beteiligt sind. Jahresbericht 2020 18 Jahresbericht 2020 18 Innovative Infrastrukturprojekte Mobilitätskonzept Adlershof 2030+ Das 2018 begonnene Mobilitätskonzept für den Standort Adlershof wurde 2020 abgeschlossen. Die Projektskizze „Mobilität Adlershof 2030“ mit Konzepten und Maßnahmen für die nachhaltige Mobilität in Adlershof wurde beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) eingereicht. Das Ministerium lehnte diese ab. Es wurde jedoch entschieden, die Projektskizze nicht erneut einzureichen und stattdessen mit der Realisierung von kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität in Adlershof zu beginnen. Diese bauen direkt auf das Mobilitätskonzept auf. In die Umsetzung überführt wurden 2020 z.B. die kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur und der Möglichkeit für nicht-öffentliche E-Ladestationen für Firmenflotten. Mittelfristig sollen zusätzlich zum Beispiel Sharingangebote und Angebote zur Stärkung des Umweltverbundes aufgebaut werden. Langfristig sollen dann infrastrukturelle Maßnahmen entwickelt, geplant und realisiert werden. Jahresbericht 2020 19 Standorte außerhalb von Adlershof Die WISTA Management GmbH und ihre Tochter, die WISTA.Plan, bringen ihre Expertise in der Entwicklung und im Betrieb von Gewerbearealen so- CleanTech Business Park Marzahn (CBP Marzahn) wie Gründungs- und Technologiezentren in ganz Berlin ein. Im Auftrag des Landes Berlin sind wir mittlerweile an vielen weiteren Standorten neben Berlin Adlershof aktiv. Charlottenburger Gründungszentrum CHIC Business und Innovation Center next to Freie Universität Berlin Campus FUBIC Goerzallee 155 Güterbahnhof Köpenick Regionalmanagement Schöneweide ITZ 4.0 Jahresbericht Jahresbericht2020 2020 20 20 Andere Standorte – CHIC Im Charlottenburger Gründungszentrum CHIC verspürten die jungen Unternehmen sehr unterschiedliche Auswirkungen der Corona-Pandemie: Einige Start-ups waren gezwungen, ihre Mietverträge zu kündigen, andere konnten ihren Umsatz erhöhen und wachsen. Insgesamt blieb die Auslastung etwas unter den Vorjahreszahlen. Das Zentrumsmanagement nahm am 4. März 2020 am „AccelerateHer“ Bootcamp in Edinburgh, am 13. Februar 2020 an der Beiratssitzung „City West“ mit dem Bürgermeister des Bezirks Charlottenburg/Wilmersdorf teil und wurde Teil der Arbeitsgruppe „Startup Unit“ unter Federführung der Berlin Partner GmbH. Am 25. August 2020 besuchte der Berliner CHIC Senat, vertreten durch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller, die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, zusammen mit dem Bezirksbürgermeister von Charlottenburg, Reinhard Naumann, im Rahmen ihrer Tour „Senat vor Ort“ das CHIC. Jahresbericht 2020 21 Jahresbericht 2020 21 Andere Standorte – FUBIC Der Bewilligungsbescheid der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe für die Errichtung des Business and Innovation Center next to Freie Universität Berlin Campus FUBIC über die volle Höhe von 45 Mio. Euro netto ist Ende Dezember 2020 eingegangen. Zur Entwicklung der Infrastruktur des FUBIC-Campus konnte mit dem Büro INROS LACKNER SE (Rostock, Berlin) ein erfahrenes Ingenieurbüro durch die WISTA Management GmbH beauftragt werden. Nach dem überarbeiteten Terminplan wird sich die Fertigstellung des FUBIC um ca. dreizehn Monate auf Anfang 2024 verschieben. Grund dafür sind die aufwändige statische Ertüchtigung des ehemaligen Krankenhauses sowie die längeren Prüfzeiten und Prozesse infolge der CoronaPandemie. Die Arbeiten zum Abriss der vorgesehenen Gebäude auf dem Grundstück haben planmäßig im August 2020 begonnen, mussten aber zeitweilig unterbrochen werden. Grund dafür war die Sicherung eines Winterquartiers für Fledermäuse im Keller eines der Gebäude. Aufgrund dessen FUBIC werden sich die Abrissarbeiten noch bis Mitte 2021 erstrecken. Als Herausforderung stellt sich die durch den städtebaulichen Vertrag festgelegte und aus den grundsätzlichen Zielen des Landes Berlins abgeleitete CO2-Neutralität des FUBIC dar. Die im Rahmen des Energieprojekts erarbeiteten technischen und betriebswirtschaftlichen Lösungen sind neu. Sie bedürfen daher sowohl für die Planung des Gebäudes, als auch für die Prüfung der Bauplanungsunterlagen (BPU) einer besonders sorgfältigen Bearbeitung, was wiederum zu Verzögerungen führte. Die Prüfung der Vorplanungsunterlagen (VPU) durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erfolgte Ende Oktober 2020. Das Planungsteam hat die Hinweise der Senatsverwaltung berücksichtigt und in die Bauplanungsunterlagen (BPU) eingearbeitet, die Abgabe erfolgte im Februar. Die BPU für die infrastrukturelle Erschließung des Geländes soll im April 2021 eingereicht werden. Jahresbericht 2020 22 Jahresbericht 2020 22 Andere Standorte – FUBIC Energiekonzept FUBIC (All Electricity für Nichtwohnquartiere, FAE) und „FUBIC – All electricity Realization (FAE-R): Es wurden Betriebskonzepte für Energieanlagen (Photovoltaik-Anlage, Batterie) und die Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Kundenanlage nach § 3/24a Energiewirtschaftsgesetz einschließlich detaillierter Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ausgearbeitet. Darüber hinaus wurde ein spezifiziertes Energiekonzept erarbeitet, das Aussagen zur Spei- FUBIC cherdimensionierung sowie zum Energiemanagement- und Mess-, Steuer- und Regelungstechnik-Konzept umfasst. Auch ist untersucht worden, ob der Betrieb des Stromnetzes als Kundenanlage nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) für das Gesamtareal infrage kommt. Dies kann aus energierechtlichen Gründen allerdings nicht realisiert werden. Der im März 2020 eingereichte Förderantrag für die Umsetzungsphase des Energiesystems (FAE-R) wurde im Dezember des Jahres bewilligt. Das Vorhaben wird zwischen dem 01. Februar 2021 und 31. Januar 2025 realisiert. Hinzu kommen Fördermittel für unsere Verbundpartner Freie Universität Berlin (FU), Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen), BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin, aedifion GmbH (EMS- und Automations-Start-up) in Höhe von insgesamt rund 2,013 Mio. Euro. Diese sehr hohen Zuwendungen unterstreichen die Bedeutung, die das Bundeswirtschaftsministerium dem Nur-Strom-System im FUBIC zuschreibt. Jahresbericht 2020 23 Jahresbericht 2020 23 Andere Standorte – CBP Marzahn CBP Marzahn Im September 2020 übernahm der WISTA-Verbund die Vermarktung der Flächen des CleanTech Business Parks Marzahns (CBP Marzahn), der in den Zukunftsort CleanTech Marzahn eingebettet ist. Auf dem 90 Hektar großen Gewerbeareal sollen sich vor allem produzierende Unternehmen aus dem Bereich CleanTech, wie z. B. aus den Branchen erneuerbare Energien oder Materialeffizienz ansiedeln. Bei der Vermarktung des CBP verfolgt der WISTA-Verbund in enger Abstimmung mit dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin das Ziel einer Umstrukturierung des vermarktbaren Flächenangebotes hin zu kleinteiligeren Grundstücken. Dies geschieht parallel zur Vermarktung bereits erschlossener Grundstücke. Im Rahmen des „Masterplan Industriestadt Berlin 2018-2021“ wurden außerdem Anträge für den am Zukunftsort CleanTech Marzahn vorgesehenen „TransferHUB“ gestellt. Dieser soll in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) im ersten Quartal 2021 starten und zukünftig Wirtschaft und Wissenschaft am Zukunftsort miteinander vernetzen. Jahresbericht 2020 24 Jahresbericht 2020 24 Andere Standorte – Regionalmanagement Südost Das Regionalmanagement Schöneweide bzw. Regionalmanagement Südost (RM) war ein Projekt des Bezirksamtes Treptow-Köpenick von Berlin in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), finanziert aus Bundes- und Landesmitteln. Schöneweide hat sich seit 2011 zu einem lebendigen Quartier entwickelt, geprägt von einer quirligen Kreativszene und jungen Technologieunternehmen. Der Stadtteil bietet eine unvergleichliche Projektionsfläche für die Zukunft des Bezirks als wachstumsstarke Wirtschaftsund Wissenschaftsregion. Schöneweide zählt heute zu den elf Berliner Zukunftsorten. RM Das RM warb unablässig für diese Idee und knüpfte die notwendigen Netzwerke. Im Rahmen der berlinweiten Zukunftsorte-Initiative hat das RM den Standort überregional vernetzt sowie gemeinsam mit der Geschäftsstelle der Zukunftsorte die Profilierung des Standorts vorangetrieben. Als Glücksfall erwies sich die Ansiedlung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin). Alle Investoren, die zwischen 2016 und 2019 an den Standort kamen, taten dies auch mit Blick auf die Nähe zur Hochschule. Das Projekt endete am 31. März 2021 nach einer Laufzeit von neun Jahren. Jahresbericht 2020 25 Jahresbericht 2020 25 Andere Standorte – ITZ 4.0 In Bezug auf ein neues „Technologiezentrum für die Digitalisierung in der Produktion“ („ITZ 4.0“) in Schöneweide stellte der Bezirk Treptow-Köpenick das in Oberschöneweide bereits seit längerem für die Nutzung diskutierte Grundstück unter Vorbehalt in Aussicht. Daraufhin erarbeiteten die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und WISTA eine gemeinsame Machbarkeitsstudie. Zwei darin vorgestellte Varianten unterscheiden sich geringfügig in der zur Verfügung stehenden Nutzfläche (rund 7.000 m²) und den Kosten (rund 43 Mio. Euro). Noch ist allerdings zu klären, wie die Bedarfe der HTW und WISTA gleichermaßen abgebildet werden können. Die Gespräche darüber werden im I. Quartal 2021 fortgeführt. Jahresbericht 2020 26 ITZ 4.0 Jahresbericht 2020 26 Andere Standorte – Entwicklung von Gewerbeflächen Der WISTA-Verbund engagiert sich im Auftrag des Landes Berlin in jüngster Zeit auch für die Entwicklung von Gewerbeflächen. Die WISTA wird in Zukunft im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe an verschiedenen Standorten sogenannte hybride Gewerbehöfe entwickeln und betreiben. Dort sollen nicht nur Handwerksbetriebe, sondern auch technologieorientierte Startups beheimatet sein, um eine enge Kooperation zu herbeizuführen. Eine Projektgruppe der Technischen Universität Berlin (TU) hat in einer Studie analysiert, welche Bedingungen an mögliche Standorte für Gewerbehöfe gestellt werden. Zudem wurde eine architektonische Konzeptstudie zur Gestaltung der Gewerbehöfe beauftragt. Gemeinsam mit der WISTA.Plan GmbH werden verschiedene Grundstücke auf ihre Eignung als Areal für einen Gewerbehof geprüft. An der Goerzallee 155 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf wird die WISTA ein 14.682 m² großes Grundstück erwerben und dieses in Absprache mit dem Bezirk einer gewerblichen Nutzung zuführen. Hierfür wurden 2020 u. a. eine Potenzialanalyse und Machbarkeitsstudien zur Erschließung des Areals erstellt. Goerzallee 155 Auf dem ehemaligen Güterbahnhof Köpenick soll ein neues Stadtquartier entstehen. Geplant ist, das brachliegende Gelände und die angrenzenden Flächen über das Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme nach dem Baugesetzbuch zu einem attraktiven, klimaneutralen Wohn- und Gewerbestandort mit Schulen sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen zu entwickeln. Am 12. Mai 2020 legte der Berliner Senat den städtebaulichen Entwicklungsbereich fest. Zum 1. Juli 2020 schloss die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mit der WISTA.Plan GmbH einen Entwicklungsträgervertrag. Diese ist damit Entwicklungsträger und Treuhänder des Landes Berlin für diese städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. Jahresbericht 2020 27 Jahresbericht 2020 27 Marketing Die Installation eines angepassten Gebäudeleitsystems im Haus der WISTA Management GmbH zu Jahresbeginn war ein weiterer Schritt in der Umsetzung des neuen Corporate Designs. Als Reaktion auf Covid-19 entwickelte und beschaffte das Marketing-Team wiederverwendbare Mund-Nasen-Masken mit dem Claim „Wissen schützt“. Diese fanden bei WISTA-Verbund, Standortpartnern und externe Kund/-innen großen Anklang. Während des ersten Lockdowns unterstützten die Marketing-Mitarbeiterinnen maßgeblich in der Kommunikation, bei der Standortrecherche und Presseansprache. So wurde ein Corona-Update gestartet und die an der Bekämpfung der Pandemie beteiligten Standortpartner systematisch zu ihren Aktivitäten abgefragt. Jahresbericht 2020 28 Jahresbericht 2020 28 WISTA in den Medien Als Mitte März 2020 die Covid-19-Pandemie das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend lahmlegte, nahm sich die Öffentlichkeitsarbeit der WISTA zum Ziel, eine optimistische Grundhaltung zu vermitteln, die der allgemeinen Krisenstimmung mit Fakten und Seriosität entschlossen entgegentritt. Das Marketing- und PR-Team der WISTA spürte allein in Adlershof bis Ende März 31 Firmen und Einrichtungen auf, die zur Bekämpfung des „Covid-19“-Virus beitragen. Ihr Engagement reicht von gespendeten Atemmasken bis zur Herstellung von Peptiden zur Messung der Wirksamkeit des ersten in Deutschland zugelassenen Impfstoffs. Es zeigte sich, dass etliche Firmen bereits im Vorfeld über nutzbare Kompetenzen verfügten oder schon zu Jahresbeginn begonnen hatten, Forschung, Entwicklung und Produktion entsprechend auf die Situation umzustellen. Bis zum Jahresende war es gelungen, in der Öffentlichkeit das Bild zu vermitteln, dass Hochtechnologiestandorte sich in der aktuellen Krise nicht nur als besonders robust erwiesen hatten, sondern auch ihre wissenschaftliche bzw. technologische Exzellenz unter Beweis stellen konnten. Jahresbericht 2020 29 WISTA in den Medien Die WISTA setzte die gewonnenen Informationen unmittelbar für die Öffentlichkeitsarbeit ein und erzielte innerhalb weniger Tage ein bundesweites Medienecho: Beispielsweise berichteten sowohl die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ, 16.03.2020) als auch „Die Welt“ (17.03.2020) über einen Schnelltest der in Berlin Adlershof ansässigen Pharmact AG. Am 6. April 2020 strahlte die „Berliner Abendschau“ des RBB-Fernsehens einen Beitrag über Adlershofer Biotech-Unternehmen aus, die u. a. mit Hochdruck an der Entwicklung von Tests und Impfstoffen arbeiten. Am 11. April 2020 meldete das rbb-Inforadio die Eröffnung eines Corona-Testzentrums in Berlin Adlershof durch die ifp Institut für Produktqualität GmbH. Zwei Tage später war in der „Wirtschaftswoche“ zu lesen: „Zwei Biotechfirmen aus der Hauptstadt (darunter die Adlershofer Biotechrabbit GmbH) arbeiten gemeinsam gegen Covid-19.“ Die „Berliner Morgenpost“ resümierte am 17. April 2020: „Unternehmen am Wissenschaftsstandort Adlershof haben ihr Geschäft angepasst und arbeiten an Lösungen, um die Coronakrise zu bewältigen.“ Anstelle der abgesagten Jahrespressekonferenz veröffentlichte die WISTA am 17. April 2020 unter der Überschrift „Adlershof zeigt Stärke in der Corona-Krise“ eine ausführliche Pressemitteilung, in der auf etliche Indizien hingewiesen wurde, „dass der Standort „die gegenwärtige Krise in Gänze erfolgreich durchstehen“ werde. Im Interview mit der „Welt“ fasste Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am 23. April 2020 zusammen: „Berlin verfügt über hervorragende Forschungskompetenzen, eine Vielzahl von Berliner Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen engagieren sich im Kampf gegen das Covid-19-Virus. Allein 30 davon in unserem Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag, um die Corona-Krise zu bewältigen.“ Besonders anerkennende Worte fand die FAZ am 28. April 2020: „Was Nescafé mit Corona-Tests zu tun hat. In Deutschlands größtem Technologiepark Adlershof mischen einige Unternehmen im Viruskampf weit vorne mit“ und zitierte WISTA-Geschäftsführer Roland Sillmann mit den Worten „Die vielfältigen Anstrengungen in der Corona-Krise machen den Adlershof-Betreiber WISTA stolz. Es sei eindrucksvoll, „wie schnell die Standortpartner die Herausforderung angenommen haben und zu ihrer Bewältigung beitragen.““ Am 4. Mai 2020 berichtete die „Berliner Abendschau“ des RBB-Fernsehens, welchen Beitrag Berlin – und damit Adlershof – als Wissenschaftsmetropole zur Bekämpfung des Corona-Virus leistet. Am 20. Mai 2020 heftete sich das Mittagsmagazin des Ersten Deutschen Fernsehens an die Fersen des Biochemikers Jan Wollenhaupt vom Helmholtz-Zentrum Berlin in Adlershof, der auf der Suche nach einem Corona-Medikament ist. Über den Genforscher und Jahresbericht 2020 30 Jahresbericht 2020 30 WISTA in den Medien Mitbegründer der Adlershofer Firma Alacris Theranostics, Hans Lehrach, der mit einem amerikanischen Kollegen eine Strategie gegen Covid-19 erarbeitet“, berichtete am 25. Mai 2020 die „Berliner Zeitung“; das RBB-Fernsehen fragte am 5. Juni 2020 nach. „In der Wissenschaftsstadt Adlershof entsteht Technik für die Medizin von morgen“, heißt es im „Tagesspiegel“ am 25. August 2020. Das doppelseitige Porträt der „Boomtown Adlershof“ der Berliner Morgenpost am 13. September 2020 kam fast einem publizistischen „Hochamt“ nahe. Am 3. Dezember 2020 berichtete der „Tagesspiegel“ über die Innovationskraft an den Berliner Zukunftsorten im Kampf gegen Corona und führte mit den Adlershofer Firmen Belyntic GmbH und Surflay Nanotec GmbH gleich zwei Adlershofer Unternehmen als herausragende Beispiele an. Das Start-up Belyntic, das an einem Corona-Impfstoff arbeitet, hatte 2020 zudem den Innovationspreis Berlin Brandenburg gewonnen, was in der „Berliner Morgenpost“ u. a. auf deren Titelseite (28.11.2020) gewürdigt wurde. Bedingt durch das positive Medienecho konnte die WISTA überzeugend vermitteln, wie an ihren Standorten Unternehmen den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie begegnen. So stellte die R3 - Reliable Realtime Radio Communications GmbH aus dem Charlottenburger Innovations-Centrums CHIC am 27. Mai 2020 ihre Strategie zur Krisenbewältigung in der Abendschau des RBB-Fernsehens vor. Unter dem Titel „Mit guten Ideen durch die Krise“ zeigte die Berliner Morgenpost am 12. Juli 2020, wie fünf Berliner Unternehmen in der Krise „Teile ihres Umsatzes retten oder sogar steigern“ konnten. Besondere Resonanz fand das Portrait der „Süddeutsche Zeitung“ vom 10. Dezember 2020 über Ute Franke, Geschäftsführerin der Adlershofer 5micron GmbH: „Das Geschäftsmodell der Unternehmerin war mit der Pandemie komplett weggebrochen. Sie sattelte um und entwickelte ein neues Produkt.“ Erfinderisch in der Pandemie gab sich die Horiba Tocadero GmbH und stellte den Kontakt mit Neukunden auf Virtual Reality um, wusste der „Tagesspiegel“ am 23. Oktober 2020 zu berichten. Das rege Baugeschehen zeigte sich von der Corona-Pandemie wenig beeindruckt, was auch den Medien nicht verborgen blieb: An der Hermann-Dorner-Allee sollen 600 weitere Wohnungen gebaut werden, wusste die „Immobilien Zeitung“ am 6. Februar 2020 zu berichten. Jetzt geht es auch am anderen Ende los: „Der Immobilienentwickler Bauwert will den ersten Bauabschnitt seines „Bürocampus Square 1“ noch in diesem Jahr starten“, wusste der „Tagesspiegel“ am 2. März 2020 zu vermelden. Jahresbericht 2020 31 Jahresbericht 2020 31 WISTA in den Medien Das Medienecho des Jahres 2020 rückte auch die Tatsache, dass die WISTA Management GmbH längst nicht mehr nur in Adlershof aktiv ist, verstärkt in das öffentliche Bewusstsein. Hiervon zeugten u. a. Berichte über das Engagement der WISTA im CleanTech Business Park Marzahn in der Berliner Morgenpost am 17. Juli 2020 und in der Berliner Abendschau des RBB-Fernsehens am 3. August 2020. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hatte bereits am 9. Januar 2020 gegenüber der „Berliner Morgenpost“ durchklingen lassen, man gehe „selbst mit der WISTA, der Betreibergesellschaft des Technologieparks Adlershof, in die Entwicklung von Gewerbehöfen“. Wenig später, am 19. Februar 2020, hatte der „Tagesspiegel“ in Erfahrung gebracht, dass unweit des U-Bahnhofs Haselhorst ein Gewerbehof entstehen soll, worüber seit Monaten „stille Gespräche mit Senat, Bezirksamt und der WISTA Management GmbH“ stattfänden. Am 9. Juni 2021 resümierte die „Berliner Morgenpost“: „Berlin möchte eine aktivere Rolle bei der Entwicklung von Gewerbegebieten übernehmen und dazu auch eigenes Geld investieren“, weshalb „der Senat die landeseigene Gesellschaft WISTA beauftragen [werde], die Entwicklung und das Management solcher Areale zu übernehmen.“ Die Ansiedlung des Sondermaschinenherstellers Jonas & Redmann im Technologiepark Adlershof stieß auf breites Interesse, wovon ausführliche Berichte im „Tagesspiegel“ (20.07.2020, 21.11.2020) und in der Berliner Morgenpost (21.11.2020) zeugten. Für ein Stück Normalität sorgten Nachrichten aus den Unternehmen und Forschungseinrichtungen jenseits von Corona: Das RBB-Inforadio stellte z. B. am 20. Mai 2020 die Adlershofer FOC GmbH vor: „Glasfaserkabel kommen für gewöhnlich aus den USA und Asien. Doch es gibt auch einen Berliner Hersteller, der in Adlershof produziert – in Zeiten von Corona ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Und auch über die etablierten Unternehmen berichteten die Medien: Die „Berliner Morgenpost“ porträtierte am 02. Oktober 2020 die Sentech Instruments GmbH als „beispielhaft für eine gelungene Ost-West-Partnerschaft zweier Gründer“. „Auf einer früher zum Betriebsbahnhof Schöneweide gehörenden Fläche will der Berliner Entwickler Bauwert den Bürocampus Square 1 schaffen und gleich in der Nähe ein Quartier mit 800 Wohnungen bauen“, wusste die Immobi lien Zeitung am 14. Mai 2020 zu berichten. Am 26. Mai 2020 war das Richtfest der immobilien-experten-ag für neue Bürogebäude ein Thema (s. a. „Tagesspiegel“, 02.06.2020 und „Berliner Abendblatt“, 05.06.2020) Jahresbericht 2020 32 Jahresbericht 2020 32 WISTA in den Medien Auch beim Thema 5G schielten die Medien auf den Adlershofer Pioniergeist. So berichtete der französische TV Sender „France24“ (18.11.2020) über den 5G-Ausbau in Deutschland und interviewte dafür die in Adlershof ansässige TOCADERO Analytics AG, wie sie den neuen Mobilfunkstandard einsetzen wird. Ob Adlershof unmittelbar von Tesla profitieren werde? Der Standort sei „mindestens im Rennen, neben anderen Flächen in Berlin“, wusste die Berliner Morgenpost am 18. Juli 2020 zu berichten. Die Adlershofer Ahlberg Metalltechnik GmbH setze mit der Einweihung eines Hallenneubaus ein deutliches Zeichen (Berliner Morgenpost, 07.09.2020). Wie man mit Wasserstoff Strom erzeugt, erläuterte die „Märkische Oderzeitung“ (04.07.2020) am Beispiel eines Einfamilienhauses im Brandenburgischen. Dessen Wasserstoff-Kraftwerk hatte die Adlershofer HPS Home Power Solutions geliefert. „Die Firma ist nach eigenen Angaben die einzige weltweit, die derartige kompakte Energiezentralen für Eigenheime herstellt.“ (s. a. Berliner Abendschau des RBB-Fernsehens am 12.07.2020.) Wenn über intelligente Stadtquartiere und die Stadt der Zukunft diskutiert wird, darf Adlershofer Know-how nicht fehlen. Die Leiterin für Innovationsprojekte der WISTA, war zu Gast in der Sendung „WissensWerte“ des RBB-Inforadios (10.09.2020). Schon vor der langersehnten Eröffnung des internationalen Flughafens BER am 31. Oktober 2020 wanderte der Blick der Medien in den Südosten Berlins und damit automatisch nach Adlershof. Am 30. Oktober 20202 erkannten die „WELT“ und die „Berliner Morgenpost“, dass „Der Flughafen […] in der boomenden Südostregion Berlins [liegt] und damit in einem neuen wirtschaftlichen Gravitationsfeld. Richtung Innenstadt liegt der Wissenschafts- und Forschungsstandort Adlershof, wo sich in den vergangenen Jahren Dutzende von Start-ups niedergelassen haben.“ Die „Süddeutsche Zeitung“ nahm am 3. November 2020 die Wirtschaft im Umfeld des neuen Flughafens in den Blick: „Das Vorbild Adlershof – setzt den Rahmen, den man vernünftigerweise für die Zeit und die Mühen annehmen muss, die eine entsprechende Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes in Anspruch nehmen wird.“ Groß war das Interesse an der neuen Flughafenregion im Allgemeinen und Adlershof im Speziellen auch in Brandenburg. So soll Lübben „Teil des Innovationskorridors zwischen dem Technologiepark Berlin-Adlershof und dem Umland werden“, hieß es in der „Lausitzer Rundschau“ am 20. November 2020. Jahresbericht 2020 33 Jahresbericht 2020 33 Netzwerkarbeit Am 15. Januar 2020 traf sich erstmals der „Campus Club Adlershof“ – eine Initiative von WISTA Management GmbH, Humboldt-Innovation, dem Helmholtz-Zentrum Berlin, dem Integrative Research Institute for the Sciences der HU (IRIS), dem Technologiekreis Adlershof e. V. und OrelTech – um über „Materialien und Oberflächen“ zu diskutieren. An der Veranstaltung nahmen mehr als doppelt so viele Unternehmer/-innen, Vertreter/-innen von Forschungseinrichtungen und Student/-innen teil, als zuvor erwartet. Der Club will Start-ups, etablierte Firmen und Forschungseinrichtungen am Standort vernetzen und Interesse für neue Wissensgebiete und Produkte entwickeln. Am 13. Februar 2020 veranstaltete die WISTA Management GmbH als Partner des Business Plan Wettbewerbs Berlin-Brandenburg zum vierten Mal den sogenannten 2. Kontaktabend des Programms mit ca. 250 Gästen, bei dem drei Arbeitsplätze im WISTA-Coworking-Space für je einen Monat an Gründer/-innen verlost wurden. Jahresbericht 2020 34 Netzwerkarbeit Am 17. Februar 2020 erhielt Hanna Drimalla den mit 3.000 Euro dotierten Dissertationspreis Adlershof. Ihre am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) entstandene Doktorarbeit untersuchte mit computerbasierten Methoden, wie sich das Nachahmen von Gesichtsausdrücken (Mimikry) auf Empathie von Menschen auswirkt. Der Dissertationspreis wird jährlich von HU, der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA) und der WISTA vergeben. „Schaffst du!“ lautete das Motto der 55. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht. 86 Nachwuchswissenschaftler/-innen präsentierten am 25. und 26. Februar 2020 einer Fachjury, einem interessierten Publikum und zahlreichen Schulklassen eigene Forschungen im Technologiepark Adlershof beim Regionalwettbewerb Berlin Süd. Besonders erfreulich war der erstmals nahezu ausgeglichene Anteil von teilnehmenden Mädchen im Vergleich zu Jungen. Angesichts der Corona-Pandemie musste die für den 05. Juni 2020 geplante Lange Nacht der Wissenschaften (LNdW) abgesagt werden, deren 20-jähriges Jubiläum angestanden hätte. Das Projektteam organisierte als Alternative eine virtuelle LNdW-Tour und eine Reihe von Wissenschafts-Podcasts. Im November wurde eine Podcastfolge zum Thema ‚Photonik und Optische Technologien im Technologiepark Adlershof‘ veröffentlicht. Auch alle Termine des Adlershofer Science Slams „Battle den Horst“ mussten im Jahr 2020 pandemiebedingt entfallen. Das Ladies‘ Network Adlershof (LaNA), das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen in Wissenschaft und Technik zu fördern, hat während des Lockdowns seine Social-Media-Aktivitäten, insbesondere auf Twitter, ausgebaut. Im Juli startete eine neue Online-Interview-Reihe damit, monatlich interessante Persönlichkeiten des Technologieparks vorzustellen. Am 09. September 2020 fand der einzige „Ladies Lunch“ des Jahres mit Petra Madyda, Direktorin des Lette Vereins Berlin, statt. Jahresbericht 2020 35 Jahresbericht 2020 35 Print Das „Adlershof Journal“ erschien zu den Schwerpunktthemen Gründer (Januar/Februar), Grand Challenges (März/April), Mobilarbeit (Mai/ Juni), Sprache (Juli/August), Netzwerken (September/Oktober) und Kunst, Kultur, Kulinarik (November/Dezember). In seiner Mai/Juni-Ausgabe erlebte das Adlershof Journal eine Premiere: Es ist das erste Heft, das vollständig im Homeoffice entstanden ist. Auch wurde die Themenauswahl bedingt durch die Coronapandemie kurzfristig komplett umgestellt: Statt der Wissenschaftskommunikation widmete sich das Heft (Titel: Titel „Geht doch – so flexibel arbeiten wir“) Themen rund um „Mobil- und Telearbeit“ und natürlich um das „Homeoffice“. Das Journal leistete damit einen Beitrag zur Debatte über neue Arbeitsformen in der Standortcommunity und bewies gleich selbst eindrucksvoll, was im Homeoffice leistbar ist. Neben dem Adlershof Journal erscheint seit Anfang 2020 auch das „Potenzial“ – eine Beilage, die über die Projekte der WISTA an den Zukunftsorten z. B. in Charlottenburg, Dahlem, Berlin-Südost und CleanTech Marzahn berichtet. Das Heft ist ein erster Schritt hin zu einem Periodikum, das zukünftig alle WISTAAktivitäten in kompakter Form kombiniert. Es gibt sowohl eine Print- als auch eine Onlinefassung und die Beiträge sind ebenfalls in Englisch verfügbar. 2020 erschien das „Potenzial“ zu den Themen CHIC (Januar/Februar), FUBIC (März/April), Schöneweide (Mai/ Juni), IRIS Adlershof (Juli/August), CleanTech Business Park Marzahn (September/Oktober) und das Konzept der neuen Berliner Gewerbehöfe (November/Dezember). Jahresbericht 2020 36 Online In der Corona-Pandemie konnte das Online-Team seine Kompetenzen ideal einbringen. Um die Informationen und Berichterstattungen in Pandemiezeiten zu bündeln und Informationen digital zu teilen, wurde der neue Twitterkanal „WISTA_update“ ins Leben gerufen. Ein Corona-Sondernewsletter sowie eine Corona-Seite auf der Website hielt Standortpartner und Kunden zusätzlich auf dem Laufenden. Die Webseiten der WISTA, ihrer Tochterunternehmen, der Standorte und des Kongressservices wurden 2020 fortlaufend aktualisiert, angepasst und erweitert, letztere um einen 360°-Rundgang. Das Online-Team bewarb Projekte und Veranstaltungen wie das Mobilitätskonzept 2030+, die Gründerwerkstatt Adlershof, den Campus-Club Adlershof, den Jugend forscht-Wettbewerb oder das Adlershofer Gesundheitsnetzwerk auf Online- und Social-Media-Kanälen. Für das Vorhaben zum 5G-Ausbau im Technologiepark Adlershof wurde eine Microsite eingerichtet, die auch die Bedarfe bei ansässigen Adlershofer Unternehmen und Instituten abfragte. Auch eine Microsite für den Zukunftsort Marzahn auf wista.de wurde neu erstellt. Jahresbericht 2020 37 Jahresbericht 2020 37 Zahlen und Fakten WISTA Management GmbH Die WISTA Management GmbH, eine landeseigene Gesellschaft in Berlin, ist ein erfahrener Wirtschaftsförderer, Standortentwickler und Dienstleister. Als Initiator und Katalysator stärkt sie an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft das wirtschaftliche Fundament der Hauptstadt. Die WISTA errichtet, betreibt und vermietet nicht nur Technologiezentren, sondern vergibt auch Grundstücke durch die Bestellung von Erbbaurechten. Vor allem unterstützt sie Unternehmensgründungen, vernetzt Wissenschaft mit Wirtschaft und fördert die nationale sowie internationale Kooperation. Die WISTA betreibt den Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof. Deutschlands größter Hochtechnologiestandort und Berlins größter Medienstandort sind eingebettet in ein städtebauliches Gesamtkonzept. Auf einem Gebiet von 4,2 km² sind rund 1.200 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen mit etwa 22.000 Mitarbeiter/-innen tätig. Hinzu kommen etwa 6.400 Studierende sowie fast 800 Auszubildende. Gesellschafter Stammkapital Beschäftigte (Ende 2020) Umsatz 2020 Investitionen 2020 Gremien Land Berlin 11,776 Mio. Euro 58 26,258 Mio. Euro 3 Mio. Euro Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat, Beirat Daneben betreibt die WISTA in Berlins City West das Charlottenburger Innovations-Centrum (CHIC). Sie baut in Berlin-Dahlem das Technologie- und Gründungszentrum FUBIC auf und hat die Standortvermarktung des Industriegebiets Cleantech Business Park Marzahn übernommen. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe führt sie die Geschäftsstelle für die Berliner Zukunftsorte. Demnächst wird die WISTA an verschiedenen Berliner Standorten Gewerbehöfe bauen, an denen sich Handwerk mit fortschrittlicher Technologie vernetzen kann. Jahresbericht 2020 38 Aufsichtsrat der WISTA Management GmbH Supervisory Board of WISTA Management GmbH Beirat für Adlershof Advisory Council for Adlershof (Stand: 31.12.2020; As at 31/12/2020) (Stand: 31.12.2020; As at 31/12/2020) Barbro Dreher Dr. Sandra Obermeyer Prof. Dr. Peter Frensch Aufsichtsratsvorsitzende/Chairwoman, Staatssekretärin in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe/State Secretary, Senate Department of Economics, Energy, and Public Enterprises, Berlin Abteilungsleiterin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen/Head of Department in the Senate Department for Urban Development and Housing, Berlin (Vorsitzender/Chairman), Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin/Vice-President for Research, Humboldt University of Berlin Karoline Beck Prof. Dr. Jürgen Mlynek Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende/Deputy Chairwoman, Geschäftsführerin der in.wendt Management GmbH/ CEO, in.wendt Management GmbH Vorsitzender des Kuratoriums bei Falling Walls/ Chairman of the board, Falling Walls Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)/President oft the BAM Federal Institute for Materials Research and Testing Brigitte Dworak Steffen Krach Oliver Igel Staatssekretär in der Berliner Senatskanzlei/ State Secretary, Senate Chancellery, Berlin Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick von Berlin/ Mayor of the District Treptow-Köpenick of Berlin Vorstandsvorsitzende der B&O Service und Messtechnik AG/CEO, B&O Service und Messtechnik AG Stephanie Bschorr Geschäftsführende Gesellschafterin der HTG Wirtschaftsprüfung GmbH und der HTG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH/ Managing Director, HTG Wirtschaftsprüfung GmbH and HTG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Hans-Jürgen Reil Abteilungsleiter in der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen/Department Head, Department of Finance, Berlin Prof. Dr. Ulrich Panne Mike Krüger Geschäftsführer, Studio Berlin-Adlershof GmbH/ Managing Director, Studio Berlin-Adlershof GmbH Dr. Christine Wedler Geschäftsführerin ASCA GmbH Angewandte Synthesechemie Adlershof; Vorsitzende des Vorstands des Technologiekreises Adlershof e. V. (TKA)/Managing Director, ASCA GmbH; CEO of Technologiekreis Adlershof e. V. (TKA) Dr. Manuela Urban Geschäftsführerin vom Forschungsverbund Berlin e. V. CEO of Forschungsverbund Berlin e. V. Jahresbericht 2020 39 WISTA.Plan GmbH, Entwicklungsträger als Treuhänder des Landes Berlin Die WISTA.Plan GmbH hat als städtebaulicher Entwicklungsträger des Landes Berlin die Aufgabe, den bereits etablierten Technologiestandort Adlershof profilkonform weiterzuentwickeln. Sie erschließt die Grundstücke, schafft das Baurecht und siedelt Unternehmen an. Auch über Adlershof hinaus ist WISTA.Plan in Berlin aktiv. Sie betreut als städtebaulicher Entwicklungsträger den Entwicklungsbereich am ehemaligen Güterbahnhof Köpenick. Zudem entwickelt sie gemeinsam mit der WISTA Management GmbH weitere wichtige Zukunftsorte in der Hauptstadt. Gesellschafter WISTA Management GmbH Stammkapital 25.000 Euro Beschäftigte (Ende 2020) Umsatz 2020 Gremien 32 2,5 Mio. Euro Gesellschafterversammlung Jahresbericht 2020 40 WISTA.Service GmbH Die WISTA.Service GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der WISTA Management GmbH und auf dem Gelände des Wissenschafts- und Technologieparks Berlin Adlershof sowie an weiteren Standorten in Berlin tätig. Leistungsgegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von technischen, kaufmännischen und infrastrukturellen Gebäudemanagementdienstleistungen vornehmlich für die Gesellschafter WISTA Management GmbH und verbundene Unternehmen. Zusätzlich erbringt die WISTA.Service GmbH Dienstleistungen in den Bereichen IT und Kartografie. Darüber hinaus bietet sie ihre Leistungen auch anderen Unternehmen und Einrichtungen mit Schwerpunkt in Adlershof an. Gesellschafter Stammkapital Beschäftigte (Ende 2020) Umsatz 2020 Gremien WISTA Management GmbH 150.000 Euro 103 17,122 Mio. Euro Gesellschafterversammlung Jahresbericht 2020 41 Impressum Herausgeber: WISTA Management GmbH Redaktion: Cindy Böhme (V. i. S. d. P.), Dr. Peter Strunk, Peggy Mory Gesamtherstellung und Layout: Britta Frenzel | Berlin, 2021 WISTA Management GmbH Rudower Chaussee 17 12489 Berlin, Deutschland Tel +49 30 6392-2200 Fax +49 30 6392-2201 pr@wista.de www.wista.de Jahresbericht 2020 42
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