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Fünfter Teil. Gewerbe-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

den Landespolizeibezirk Berlin dahin eingeschränkt, daß — 
abgesehen von den gemäß 8 108e, Ziffer 1, der Reichs— 
geiwerbeordnung zulässigen Notschlachtungen — eine Beschäfti— 
zung mit Schlachtarbeiten an Sonn- und Festtagen vom 
1. Oktober d. Is. ab überhaupt nicht mehr stattfinden darf. 
Zuwiderhandlungen hiergegen werden nach 8 1462 der 
Reichsgewerbeordnung mit Geldstrafe oder Haft bestraft. 
Berlin, den 29. September 1905. 
Der Polizei-Präsident. 
Veröffentlicht. 
Rixdorf, den 2. Oktober 19085. 
Der Magistrat. 
Schlachtarbeiten an den zweiten Feiertagen der 
hohen Fefte. 
Landespolizeiliche Anordnung von 20. Dezember 1905. 
In Abänderung meiner landespolizeilichen Anordnung 
vom 29. September 1905 (Sonderausgabe des Amtsblatts 
der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt 
Berlin vom 80. September 1905) bestimme ich mit Genehnri— 
zung der Herren Minister der geistlichen, Unterrichts- und 
Hedizinal-Angelegenheiten, für Landwirtschaft, Domänen 
ind Forsten, des Innern und für Handel und Gewerbe hier— 
urch, daß die Beschäftigung mit Schlachtarbeiten während 
der für die Arbeiten im Fleischergewerbe an Sonn- und Fest— 
tagen zugelassenen Zeit künftig an den zweiten Weihnachts-, 
Dster- und Pfingstfeiertagen stattfinden darf. 
Tas Gleiche gilt ausnahmsweise auch für Sonntag, den 
31. Dezember dieses Jahres, wegen des darauf folgenden 
Festtages (Neujahrstag). 
Barbier- und Friseurgewerbe. 
Die Beschäftigung von Arbeitern an Sonn- und Festtagen wird im 
allgemeinen nur bis — Uhr nachmittags und darüber hinaus nur in— 
soweit gestattet, als sie bei der Vorkereitung öffentlicher Theater 
borstellungen oder Schaustellungen erforderlich ist.) 
Bedingung: Wenn die Sonntagsarbeiten länger als drei 
Stunden dauern, sind die Arbeiter eutweder an jedem dritten Sonntag 
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindestens in 
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche 
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar spätestens 
von 1 Uhr nachmittags ah, von jeder Arbeit freizulassen. 
Vergl. die nachstehende Bekanntmachung des Polizei⸗Präsidenten 
zu Berlin bom 18. September 19013, betr. Beschäftigung der Friseure 
und Perrückenmacher an Sonn- und Festtagen.
	        
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