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Fünfter Teil. Gewerbe-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

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ronning auf den Märkten. 
Die Anfuhr der Wagen darf frühestens zwei Stunden vor Beginn 
der Marktzeit stattfinden. Die Wagen müssen, soweit es möglich, nicht 
nebeneinander, sondern hintereinander und tunlichst dicht an den 
Bordstein der Straße heran aufgefahren werden. Ohne besondere Ge— 
nehmigung der Polizeibehörde und Zustimmung des Magistrats dürfen 
die Wagen auf den in 8 1 zu a und d begzeichneten Wochenmärkten nicht 
länger auf dem Marktplatze aufgestellt werden, als zum Abladen un— 
umgänglich notwendig ist. Auch Handwagen, auf denen Waren zum 
Markt gebracht werden, sind, wenn es notwendig wird, nach erfolgtem 
Abladen vom Marktplatze zu entfernen, es sei denn, daß die Waren 
ihrer Beschaffenheit nach auf dem Wagen bleiben müssen. 
Die Anfahrt der Marktwagen nach dem Maybachufer darf nur vom 
Kottbuser Damm her geschehen; dabei ist eine Behinderung des Zuganges 
zu den Grundstücken und zu den Ladestellen tunlichst zu vermeiden. 
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*8 
Inwieweit es den Vertäufern zu gestatten ist, auf den Wochen— 
märkten entgegen den Bestimmungen des 8 68 Absatz 3 der Polizeiver— 
ordnung vom 5. Dezember 1901 über den Straßenhandel vom Wagen 
herab oder von neben den Wagen abgesetzten Kiepen, Körben oder der— 
gleichen Behältnissen ihre Waren feilzuhalten, hängt während der 
Marktstunden von der Bestimmung des Marktdeputierten ab. 
80. 
Die zur Aufnahme der Verkaufsgegenstände bestimmten Behälter — 
Körbe, Kasten usw. — müssen sich in einem sauberen Zustande be 
finden. Das Ausschütten des Obstes, der Kartoffeln, Zwiebeln, Gurken 
und dergleichen auf bloker Erde darf unter keinen Umständen statt— 
finden. 
Die Entleerung der Fischfässer vom Wasser darf nicht durch Um— 
stürzen geschehen, vielmehr muß in dem Boden der Fischbehälter ein 
Zapfloch angebracht und dieses vermittelst einer untergelegten, bis in 
den Rinnstein reichenden NRinne das Wasser abgelassen werden. Dies 
muß auch geschehen, wenn das Wasser während der Marktzeit gewechselt 
werden soll. 
Die Hautlötze der Schlächter müssen behufs Schonung des Pflasters 
mindestens 5 Zentimeter starke Holzunterlagen erhalten. 
Das Waschen von Fleisch sowie das Waschen und Abschuppen von 
Fischen auf den Marktplätzen oder in deren Nähe ist verboten. Ab— 
gestandene alte Fische dürfen nicht zum Markt gebracht werden. 
810 
Einen Plan oder eine sonstigr Ueberdachung über die zu Markte 
gebrachten Gegenstände anzubringen, ist nur mit Genehmigung der 
Polizeibehörde statthaft. 
In der Fassung der Polizeiverordnung vom 12. 12. 1903.
	        
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