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Vierter Teil. Gesundheits-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

Vor Einstellung des zur Pflege der Kranken bestimmten Per— 
sonals muß der leitende Arzt über dessen Brauchbarkeit für den 
Krantendienst sich schriftlich äußern. Auch hat er die nötige Aus— 
bildung des Personals in der Krankenpflege zu beachten. 
Gelangt die von ihm für notwendig erachtete Entfernung 
eines Pflegers aus dem Krankendienste nicht zur Ausführung, 
so ist durch den Kreisarat an den Regierungspräsidenten zu be— 
richten. 
Die Anordnung der einzelnen Kranken zu gewährenden beson— 
deren Kost und Verpflegung. 
Tie Anordnung der Isolierung eines Kranken — abgesehen von 
Notfällen, in denen jedoch die alsbaldige nachträgliche ärztliche 
Benehmigung erforderlich ist. Grund und Dauer jedes Falles 
von Isolierung ist ärztlicherseits in ein besonderes, hierfür be— 
timmtes Buch einzutragen. 
Die Anordnung einer etwaigen mechanischen Beschränkung eines 
ranken (durch sogenannte Jacken, Bine ähnliche Vor— 
richtungen). Die Eintragung geschieht w N 82 in e'na bo— 
sonderes, hierzu bestimmtes Buch. 
Die Beantwortung aller schriftlichen und mündlichen Anfragen 
von Behörden, Anverwandten und gesetzlichen Vertretern, soweit 
die Anfragen sich auf den Zustand der Kranken, ihre Behandlung, 
Beschäftigung, Aussichten ouff Genesung oder Entlassung ꝛc. be— 
ziehen (vergl. auch 575 57 127 1*52und 21 Ziffer 1. 
2 und 3). 
Außerdem darf der Unternehmer Verlegungen von Kranken, die 
Ordnung der Beschäftigung nach ihrer Art. Dauer, Beaufsichti— 
zung im allgemeinen, wie auch die des einzelnen Kranken, die 
allgemeine Regelung der Betöstigung, sowie die Verteilung des 
Pflegepersonals auf die einzelnen Abteilungen, Räume, Gärten ꝛc., 
die Festsetzung der Dienstzeit, von Nachtwachen, Transporten, Er⸗ 
holungsgelegenheiten nur unter Zustimmung des leitenden Arztes 
vornehmen. Es ist hierauf bei der Dienstanweisung (6 19, 2) 
Rücksicht zu nehmen. 
8241. 
Für jeden Kranken müssen Personalakten mit ärgtlicherseits ge— 
ührter fortlaufender Kranksenooichichte, worin auch die Behand⸗ 
lung in anderen Anstalten 5und das Vorleben zu berück— 
sichtigen ist, vorhanden sein muüssen die auf die Aufnahme, 
Beurlaubung, Entlassung, En: uAdigung uiw. bezüglichen Schrift⸗ 
stücke geordnet enthalten. 
Für jedes Mitglied des Pflegepersonals ist ein Attenstück mit 
Namen, Alter, Dienststellung, Datum des Entritts und ärztlicher 
Aceußerung (8 20, 1) anzulegen. Zeugnisse und Ausweise sind 
anzufügen. Das Vorleben des Pflegepersonals ist, soweit erforder⸗ 
lich, durch Anfragen festzustellen. Der Regierungspräsident ist er⸗ 
mächtigt, den Erlaß einer Dienstanweisung für das Pflegepersonal 
orzuschreiben.
	        
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