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Vierter Teil. Gesundheits-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden, sofern nicht 
nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Strafe ver— 
wirkt ist, gemäß 8 46 Nr. 2 des oben begeichneten Reichsgesetzes vom 
30. Juni 1900 mit Geldstrafe bis zu 180 Mark oder mit Haft bestraft. 
Das Verfahren bei⸗ 
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Landespolizeiverorbuetun vart 
Auf Grund der 8. »75 129 und 43 Absatß Giesetzes über 
die allgemeine Landee- — rung vom 30. Juli 18816S. 195), 
der 88 1 und 2 des Eeseken, betreffend die Polizeiverwestung in den 
Stadtkreisen Charlottenbure Schöneberg und Rixdorf, vom 13. Juni 
1900 (G.“S. S. 2470 und des Gesetzes, betreffend die Erweiterung 
des Landespolizeibezirts Berlin, vom 27. März 1907 (G.eC. D. 37) 
sowie der 88 6, 12 und 15 des Gesetzes über die RPolizeiverwaltung 
vom 11. Märg 1850 (G.«S. S. 265) in Verbindung mit 8 8 des 
Preußischen Gesetzes, betreffend die Bekämpfung übertragbarer Krank— 
heiten, vom 28. August 19080 (G.-S. S. 378) verordne ich mit Zu⸗ 
stimmung des Herrn Ober-Präsidenten der Provinz Brandenburg für 
den Landespolizeibezirk Berlin (Stadtgemeinden Verlin, Charlotten⸗ 
burg, Rirdorf, Schöneberg und Dt.-Wilmersdorf) was folat! 
Zur Einsargung onn Bichen dürfen ohne Rücksicht auf die Todes— 
ursache nur Särge verrenet werden, wel“-Eco gediet sind, daß jedes 
Durchsichern von Feuchtigkeit verhindert wird. Außerdem muß der 
Sargboden mit einer reichlichen Schicht Sägemehl, Torfmull oder 
anderer auffsaugender Stoffe bedeckt sein. 
Die Leichen von Personen. mesche an einer der nachstehenden 
krankheiten 
Diphtherie, 
niszbrand. 
Pon, 
d übertragbare Ruhr, 
e) Scharlach, 
) Typhus 
gestorben sind, sind ohne vorheriges Waschen und Umtleiden in Tücher 
einzuhüllen, welche mit einer desinfizierenden Flüssigkeit (2progen— 
tigem Kresolwasser oder 3progentiger Karbolsäurelösug oder bro- 
zentiger Sublimatlösung) getränkt sind. 
Soll mit Rücksicht auf religiöse Vorschriften das Waschen der Leiche 
ausnahmsweise stattfinden, so darf dieses nur unter den von dem 
bedinteten Arzie angeordneten Vorsichtsmaßregeln und nur mit einer 
desinfiaierenden Flüssigkeit (s. o.) geschehen.
	        
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