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Vierter Teil. Gesundheits-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

lIa 6423 — und die darauf erstatteten Berichte ersuchen wir er— 
gebenst, wegen Befentgabe der nachstehenden Vorschriften an die 
unterstellten Behörden das Weitere gefälligst veranlassen zu wollen. 
Die Vorschriften lauten: 
„Leichen können aus dem Ausland zum Behuf der 
Bestattumg nur auf Grunmd besonderer Erlaubnis 
des Gouverneurs oder Chefe desjenigen Gou— 
vwernements oder Gebiets, in dem die Bestattung 
erfolgen soll, oder des TDTtadthanvtnanns, falls 
der Bestattungsort inn cmihm unterstell— 
ten Stadt gelegen i Rußland gebracht 
werden. 
Die Aufsicht üben 
schriften lieg 
Leichen, * 
Grenzen Rui 
bracht werden 
lischen, festzug 
diies geschehen 
Gesandtschaft 
scheinigen.“ 
Die Gesuche um Zulassee von Leiche reoncporten sind nach den 
von dem hiesigen russischen Cieralkonsulat einzelnen diesseitigen Be— 
hörden zugegangenen Mitteilemgen direkt an den Gouverneur bkpzw. 
Stadthauptmann desjenigen Bezirks, in dem die Beerdigung erfolgen 
soll, zu richten, ebentuell telegraphisch mit bezahlter Rückantwort, wo— 
bei der Ort der Beerdigung in Rußland und das Zollamt, durch welches 
die Leiche eingeführt werden soll, anzugeben ist. 
Die Bescheinigungen über die erfolgte vorschriftsmäßige Ein-— 
sorgung der Leiche können von den diesseitigen Polizeibehörden aus— 
gestellt werden, bedürfen aber der Beglaubigung durch die russische 
esandschaft oder den zuständigen russischen Konsul. 
Berlhin, den 10. April 1906. 
Der Minisier der geistlichen, Unter Der Minister des Innern. 
richts- und Medizinalangelegenheiten. 
Im Auftragp: 
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l. Für die Beförderung einer Leiche zwischen den Sechäfen des 
Deutschen Reichs und seiner Schutzgebiete und zwischen einem dieser 
Häfen und einem ausländischen Hafen ist ein nach untenstehendem 
Muster ausgefertigter Leichenpaß beigubringen, welchen der Schiffs— 
kapitän für die Dauer der Fahrt in Verwahrung nimmit.
	        
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