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Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

dedes Wasserflosett muß 'o eingerichtet sein, daß dessen 
Spülung durch den Benutzenden ost während und nach jedes⸗ 
naligem Gebrauch erfolgen kann. Die Abflußöffnung des Klosett⸗ 
deckens darf nicht mehr als 7T em Durchmesser haben. 
Die KHlosetträume müssen eine Grundfläche von wenigstens 
1,00 qam bei 80 em geringster Abmessung erhalten und dürfen 
gemäß 8 37b der Baupolizeiordnung vom 24. Juni 1887 begw. 
z 24, Ziffer 1 der Baupolizeiordnung vom 5. Degember 1892 nur 
in solchen Räumen angelegt werden, welche Licht und Luft un— 
mittelbar von der Straße oder von einem vorschriftsmäßigen Hofe 
oder einem oben offenen Lichtschachte erhalten. Die Fenster der 
Klosetträume müssen wenigstens 4 qm beweglicher Fläche erhalten. 
Diese Vorschrift findet auf solche Gebäude keine Anwendung, 
in denen zur Zeit des Erlasses dieser Polizeiverordnung bereits 
Klosettanlagen vorhanden sind. Ferner können für zu dieser Zeit 
vorhandene Gebäude bei Anlage von Klosetts bezügl. des oben 
vorgeschriebenen Maßes der Grundfläche durch den Amtsvorjteher 
Ausnahmen gestattet werden. 
In allen Gebäuden müssen jedoch die Klefetonlagen derart be⸗— 
schaffen sein, daß die Benutzung derje' echlossener Tür 
erfolgen kann. 
Die Regenabfallrohre an den Straßenfronten dürfen 
nicht über dem Pflaster der Bürgersteige au—wünden, sind viel— 
mehr in die Straßenentwässerungsleitungen einzuführen. Zur 
Verbindung des Zinnabfallrohres mit dem unterirdischen Ton— 
rohre sind gußeiserne Rohre zu verwenden. 
Die Abführung des Regen-, Brunnen-,Hof-und Spül-— 
wassers von den Grundstüchen darf nur durch Wasserkasten 
Gullies) geschehen. Die Wasserkasten müssen wasserdicht her— 
gestellt sein und eine lichte Weite von mindestens 50 em im 
Quadrat, sowie eine Tiefe von mindestens 60 em unter dem 
Abflußrohr haben. Der Abfluß ist durch einen Wasserverschluß zu 
dermitteln. Die Abdeckung muß durch einen Rost erfolgen, dessen 
Stäbe nicht mehr als 1 em voneinander entfernt sind. Hof— 
vasserkästen dürfen nicht auf Brunnenkesseln oder in einem Ab— 
stand von weniger als 2 mm von demselben angelegt werden. Be— 
sondere Brunnenwasserkasten am Brunnen sind zulässig. Regen— 
rohre dürfen nicht in Wasserkasten (Gullies) geleitet werden, deren 
Oberkante unter Straßenniveau liegt. Die Einführung von 
losett,, Ausguß- und Pissoirleitungen in die Wasserkasten ist 
oerboten. 
Tonrohre dürfen nur da angewendet werden, wo dieselben 
wenigstens 80 cm Deckung haben, in allen anderen Fällen, 
insbesondere bei Durchführung durch Mauern, sind eiserne Rohre 
zu verwenden. 
Die Dichtung muß durch Teerstricke und Ton, die der eisernen 
Rohre durch Teor- oder Weißstricke und Blei, welches vergossen und 
herstemmt werden muß, erfolgen. Senkrechte eiserne Abfallstränge 
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