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Erster Teil. Sicherheits-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

2. Für die Reinigung russischer Rohre gelten nach Maßgabe der 
Zahl der Stockwerke die Sätze unter Nr. 1. Bürsten, Kugeln, Draht 
und andere zur Reinigung erforderliche Instrumente sind von dem 
Schornsteinfeger unentgeltlich vorzuhalten. 
3. Für das Ausbrennen eines unbesteigbaren Schornsteinrohres 
zwecks Entfernung des Glanzrußes gelten die Sätze, welche unter Nr. 1 
für ein einmaliges Fegen ausgeworfen sind. 
4. Für das Reinigen eines Steigerohres in Gebäuden von drei und 
vier Stockwerkten Höhe sind 25 Pfg. zu zahlen. Für das Reinigen 
eines Steigerohres in Gebäuden von weniger als drei Stockwerken 
Höhe sind die unter Nummer l1a bis 10 bestimmten Sätze zu zahlen. 
5. Für das Reinigen einer eisernen oder steinernen Zugröhre kann, 
wenn sie nicht über 0,70 Meter lang ist, eine besondere Vergütung 
nicht beansprucht werden. Bei Zugröhren von mehr als 0,70 Meter 
Länge sind für jedes Meter der mehreren Länge 10 Pfg. zu entrichten. 
Für diesen Satz hat der Schornsteinfeger, wenn dies zur Reinigung 
erforderlich ist, die Röͤhre herauszunehmen, wieder einzusetzen und zu 
borschmieren. 
6. Für das Reinigen der Züge eines einfachen Koch-, Brat- und 
Backofens sind zu zahlen: 
ah bei einer Länge des zur Abführung des Rauches bestimmten 
Rohres oder Kanals bis zu 0,40 Meter einschließlich 10 Pfg., 
bei einer Länge des Rohres oder Kanals bis zu 2 Meter ein— 
schließlich 25 Pfg., 
bei einer größeren Länge des Rohres oder Kanals oder bei 
Rohren und Kanälen jeder Länge, sobald sie den Rauch von mehr 
als einem Koch-, Brat- oder Backofen oder von einem Backofen 
mit Wärmespinden abführen, 850 Pfg. 
7. Für das Untersuchen der Schornsteine zweck“ Nisstellung der bei 
Rohbau- und Gebrauchsabnahmen von Neubauten der Baupolizei— 
behörde einzureichenden Bescheinigungen sind für jede Rohr und jede 
Untersuchung 25 Pfg. zu zahlen. 
8. Die unter Nummer la bis 10 bestimmten Sätze gelten nur für 
GBebäude auf Grundstücken, die ausschließlich mit Gebäuden von 
höchstens zwei Stockwerken Höhe bebaut sind. Stehen außer diesen auf 
einem Grundstück solche von drei oder vier Stockwerken Höhe, so sind 
für die Gebäude von weniger als drei Stockwerken Höhe 40/0 der 
unter Nummer lJa bis 16 bestimmten Sätze zu zahlen. 
9. Neujahrsgeschenke, Trinkgelder und andere Nebenkosten dürfen 
unter keinem Vorwande beansprucht werden. 
10. Die Bestimmungen unter Nummer 1 bis 80 treten nur in 
Kraft, wenn die Hauscigentümer mit den Besirksschornsteinfegern nicht 
andere Abreden getroffen haben. 
Die vorstehende Taxe tritt mit dem 1. April 1903 in Kraft. 
Rixdoxrf, den 28. März 1908. 
Der Poligzei-Präsident. 
von Glasenapp.
	        
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