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Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

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Abnahme. 
Inlage 4. 
Anlage 6. 
1. Bei der Abnahme sind durch Fahrproben mit der höchsten zu— 
lässigen Belastung alle vorgeschriebenen Sicherheitsvorrichtungen und 
insbesondere die Verschlüsse in jedem Geschosse zu prüfen. Die Zu— 
verlässigkeit der Fang- oder Bremseinrichtungen ist außerdem bei 
leerem Fahrkorbe zu erproben. Bei dieser Probe müssen entweder die 
Tragorgane vom Faäahrtorbe losgelöst, oder es muß mindestens eins 
derselben bei der Abwärtsfahrt mit normaler Geschwindigkeit so weit 
gelockert werden, wie es erforderlich ist, um die Fangvorrichtung in 
Tätigkeit zu setzen. Ueber den Befund der Prüfung ist von dem Sach— 
oerständigen nach dem dieser Poligeiverordnung beigefügten Muster 
eine schriftliche Bescheinigung auszustellen. Tiese ist von dem Sach⸗ 
verständigen mit einem Exemplare der Zeichnung und Beschreibung zu 
vrebinden und bei den der regelmäßigen Prüfung unterliegenden Auf⸗ 
zügen (8 35) einem von den Besitzer auf seine Kosten zu beschaffenden 
Revisionsbuch anzuheften. Das letztere muß dem dieser Polizeiverord⸗ 
nung beigefügken Muster entsprechen und einen Abdruck dieser Polizei— 
ve rordnung enthalten. 
II. Der Sachverständige hat diese Papiere der Ortspolizeibehörde 
zur Einsichtnahme zu übersenden, welche, wenn auch die baupolizeiliche 
Abnahme der Anlage zu keinen Bedenken Anlaß gegeben hat, dem 
Unternehmer der Fahrstuhlanlage unter Beifügung der Fahrftuhlpapiere 
die Betriebserlaubnis erteilt. Aufzüge in Staais⸗ umnd Reichsbetrieben 
unterliegen den Bestimmungen dieses Absatzes nicht. 
III. Die Fahrstuhlpapiere sind von dem Unternehmer des Aufzugs 
zur Einsichtnahme für die Aufsichtsbeamten und Sachverständigen am 
Betriebsorte bereitzuhalten 
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Regelmäßeg rüfungen. 
J. Personenaufzüge sind in längstens zweijährigen Fristen, Lasten⸗ 
aufzüge, mit Ausnahme von kleinen Aufzügen (8 4, I1I1), von Brems-— 
fahrftühlen in kleinen Getreidemühlen (8 21), von Bauaufzügen und 
ähnlichen, vorübergehenden Zwecken dienenden Aufzügen, in vierjährigen 
Fristen durch den zuständigen Sachverständigen einer wiederkehrenden 
Untersuchung zu unterwerfen. Bei diesen ist die Anlage in derselben 
Weise wie bei der Abnahme zu prüfen. Ablaßvorrichtungen, die durch 
das Gewicht der Last nach unten bewegt werden (8 10, 1J, 4), sind 
alle sechs Jahre erneut zu prüfen. Den Befund der Untersuchung 
hat der Sachverständige in das Revisionsbuch einzutragen. — Turch die 
regelmäßigen Prüfungen wird das Recht der Poligeibehörde, im Be— 
darfsfall außerordentliche Untersuchungen mangelhafter Fahrstuhl⸗— 
anlagen anzuordnen, nicht berührt. 
II. Vorgefundene Mängel sind von dem Unternehmer innerhalb 
einer von dem Sachverständigen zu stellenden Frist zu beseitigen, nach 
deren fruchtlosem Verlaufe der Sachverständige der Ortspolizeibechörde
	        
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